Altaussee: Kiritog-Einmaligkeit ist absolut unverkäuflich
Der Altausseer Kiritog samt Bierzelt mit rund 20.000 Besuchern ist vorbei. Für das traditionelle Erfolgsrezept der Feuerwehr gab es manch unmoralisches Angebot. Käuflich ist man in der Loser-Gemeinde aber nicht.

Foto © Gudrun RodlauerPflichttermin im Ausseerland
Die Altausseer hatten richtiges Wetterglück - erst gestern Abend begann es zu regnen, die drei Bierzelttage verliefen völlig trocken. Rein wettertechnisch gesehen natürlich, denn im Zelt floss das Bier in Strömen. "Der Samstag war extrem stark, wir haben alleine an diesem Abend 30 Fässer mehr als sonst gebraucht", bilanziert Bierzelt-Chef Hermann Wimmer. Alles in allem wird man an die Erfolge im letzten Jahr anschließen - rund 540 Fässer Bier zu jeweils 50 Litern wurden verkauft, dazu kommen rund 8000 Paar Bratwürste und tausende Hühner.
Mietangebote.
Wer die Atmosphäre im und rund um das Zelt miterlebt, kann verstehen, dass so mancher gerne tief in die Tasche greift, um das Erfolgskonzept auch in anderem Rahmen umzusetzen. So gab es heuer etwa Anfragen von Firmen, ob man das Zelt mit allem Drum und Dran im nächsten Jahr nicht einen Tag vor dem Kiritog mieten könnte. "Wir hatten auch schon ein Angebot, dass wir das Altausseer Bierzelt in Wien aufstellen. Sämtliche Transportkosten wären übernommen worden, als Gage hätten wir 200.000 Euro erhalten", erklärt Feuerwehr-Chef Werner Fischer und gibt zu: "Bei der Summe überlegt man schon, wir brauchen das Geld auch." Es blieb jedoch beim Nein - die Einmaligkeit des Altausseer Kiritogs ist unverkäuflich.
Pilgerreise.
Wohl ein zusätzlicher Grund, warum so viele Menschen und auch Promis nach Altaussee pilgern. Rund 100 Ebenseer machen das im wahrsten Sinne des Wortes: Eine urige Mannschaft wandert schon seit Jahren mit Sack und Pack jeweils zum Bierzelt - dort lässt man die Seelenverwandtschaft mit den Salzkammergut-Nachbarn hochleben.
Pflichttermin.
Doch auch viele "ganz normale" Besucher sind jeweils am ersten September-Wochenende fix im Ausseerland. "Rund 50 Prozent aller Gäste sind zu diesem Zeitpunkt ausschließlich wegen des Bierzelts da", schätzt Tourismus-Chef Ernst Kammerer.
















