Almbauern wehren sich
Diskussion um Forstweg am Buchberg geht weiter. Almbauern wehren sich gegen Vorwürfe der Gegner und den Ausdruck "Wahnsinnsprojekt".

Foto © APAlmbewirtschaftung: Mehr als Auf- und Abtrieb des Viehs
Ist Almbewirtschaftung ein Wahnsinnsprojekt? Diese provokante Frage stellen Almbauern des Hochplateaus am Buchberg im Naturschutzgebiet "Wildalpener Salzatal". Diese Woche - die Kleine Zeitung berichtete - machten Gegner gegen einen geplanten Forstweg auf den Buchberg mobil und starteten eine Unterschriftenaktion gegen den Weg, den sie als "Wahnsinnsprojekt" bezeichnen. Eine Ansicht, der schon der Chef der Agrarbehörde Stainach, Odo Wöhry, entschieden widersprach.
Zur Wehr.
Auch die betroffenen Almbauern setzen sich nun vehement gegen die Vorwürfe zur Wehr. Rudolf Illmayr, Obmann der Einforstungsgenossenschaft St. Gallen: "Die Almbewirtschaftung ist seit Jahrhunderten fixer Bestandteil der Landwirtschaft und sie trägt auch wesentlich zum Erhalt der Natur bei. Sie ist kein Wahnsinnsprojekt, sondern vielmehr ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur." Der Almsommer bestünde schließlich nicht nur aus dem Auf- und Abtrieb des Viehs. In mühevoller, körperlicher Arbeit gelte es Steige instand zu halten, Zäune zu errichten und Hütten und Ställe zu reparieren.
Vergleich mit Österreich.
Tätigkeiten, die mit stundenlangen Fußwegen samt schwerem Gepäck oder - im Extremfall - mit teuren Hubschrauberflügen verbunden seien. Illmayr: "Der wirtschaftliche Ertrag und die Kosten stehen dabei ohnehin in keiner Relation zueinander."
In ganz Österreich würden, so Illmayr, Almen erschlossen und Bauern, Behörden, Bevölkerung und Gäste seien damit zufrieden. Dementsprechend gehe es auch am Buchberg darum, einen Weg zu errichten, der sowohl Naturschutz, als auch Nutzen verbindet. Nicht zuletzt um überhaupt zu ermöglichen, dass Almen auch in Zukunft bewirtschaftet werden können.















