Obersteirer finanzierte sich Luxus durch Betrügereien
20-Jähriger aus Stein an der Enns verursachte mit gefälschten Ausweisen Schaden von bis zu 100.000 Euro. Nach Anzeige eines Opfers wurde er ausgeforscht und verhaftet.

Foto © APAVerlockung: Mit gefälschten Dokumenten wollte sich der Ennstaler das Traumauto erschwindeln
90.000 bis 100.000 Euro Schaden hat ein 20-Jähriger aus Stein an der Enns (Bezirk Liezen) von September 2006 bis Juli 2007 durch gewerbsmäßige Betrügereien angerichtet. Durch Verwenden von fremden bzw. gefälschten Ausweisen finanzierte sich der junge Mann seinen Lebensunterhalt, teilte die Polzeiinspektion Schladming am Mittwoch mit. Erst die Anzeige eines Wettcafe-Angestellten, dem er Geld schuldete, führte zu Nachforschungen und schließlich zur Festnahme des Obersteirers.
Personen. Laut Exekutive soll der 20-Jährige bei mehreren Personen tief in der Kreide stehen. Ein Wettcafe-Angestellter, bei dem der mutmaßliche Täter ebenfalls Schulden hat, brachte durch seine Anzeige den Fall ins Rollen. Unter anderem nahm der junge Mann auch den Reisepass eines Freundes, behob damit Geld bei einer Bank und gab dieses dem Freund, da er ihm diese Summe schuldete. Dieser bemerkte zunächst gar nicht, dass er die Schuldenrückzahlung eigentlich selbst finanziert hatte.
Polizei. Wie die Ermittlungen der Polizei weiters ergaben, hat der Obersteirer mit gefälschten, am Computer zusammengebastelten Dokumenten versucht, an einen neuen Audi A4 - zusammengestellt nach seinen Wünschen - zu kommen. Auf Nachfrage des Autohändlers bei der Bank flog der Schwindel allerdings auf. Der Schaden ist dennoch groß: Das bestellte Auto - im Wert von 43.000 Euro - war bereits beim Autohändler eingelangt und bezahlt worden. Auch erleichterte er zwei junge Männer um insgesamt 14.000 Euro, indem er ihnen Beteiligungen an einem Bordell zusagte, welches ihm gehören würde. Dieses Bordell ist aber nicht in seinem Besitz, er hatte es nur einige Zeit davor um 1.000 Euro Zeche geprellt, so die Polizei.
















