Fischsterben mitten im Naturpark Sölktäler
Im Sölkbach starben am Wochenende mehr als 1000 Fische. Experten gehen von einer Verunreinigung des Baches durch Giftstoffe aus.

Foto © ReutersMehr als 1000 Fische starben
Der Sölkbach ist ein malerischer Gebirgsbach, der sich mitten durch den Naturpark Sölktäler schlängelt. Der Bach hat Trinkwasserqualität und zählt zu den schönsten Fischgewässern des Landes. Mit dem Fischen ist es - zumindest auf einer mehrere Kilometer langen Strecke - allerdings vorerst wohl vorbei: Am Samstag wurden im Bach, im Gebiet zwischen den Ortschaften Mößna und Fleiß, mehrere hundert tote Fische entdeckt, Schätzungen zufolge dürften insgesamt deutlich mehr als 1000 Tiere verendet sein. Auch der finanzielle Schaden ist enorm.
Giftstoffe oder Chemikalien. Zur Zeit wird von der Polizei und der Gewässeraufsicht des Landes Steiermark mit Hochdruck ermittelt, was das Fischsterben ausgelöst haben könnte. Experten gehen davon aus, dass Giftstoffe oder Chemikalien in den Bach eingeleitet worden waren. Fischwasserbesitzer Josef Scharzenberger aus Gröbming: "Der Schaden ist riesig. Von den kleinsten Koppen bis zu Forellen mit mehr als einem Kilogramm ist alles tot. Auch die Kleinstlebewesen, die den Fischen als Nahrung dienen. Es wird wohl Jahre dauern, bis sich das Wasser wieder erholt."
Intensive Untersuchungen. Derzeit wird intensiv untersucht, welcher Giftstoff das Fischsterben ausgelöst haben könnte. Polizei und Gewässeraufsicht haben Wasserproben entnommen, dazu werden tote Fische am Institut für Veterinärmedizin der Universität Wien auf Rückstände des Giftes untersucht. Die Ergebnisse dieser Tests sollten in den nächsten Tagen vorliegen. Auszuschließen dürfte eine "normale" Verschmutzung sein. Wenn zum Beispiel eine kleinere Menge Gülle in den Bach gelangt wäre, hätten die Auswirkungen keinesfalls so gravierend sein können. Ebenfalls eher nicht in Frage kommen dürfte Chemie in haushaltsüblichen Mengen wie zum Beispiel Reinigungsmittel.
Hinweise erbeten. Für Hinweise, die zur Ausforschung des Verursachers führen wurde eine Prämie ausgesetzt, die Meldungen werden natürlich vertraulich behandelt. Hinweise bitte an Josef Scharzenberger Tel.: (0664) 132 05 72, oder an die Polizei Gröbming.
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Hinweise bitte an Josef Scharzenberger Tel.: (0664) 132 05 72, oder an die Polizei Gröbming.














