Iss was Schlaues
Ein voller Bauch studiert bekanntlich nicht gern. Aber ein leerer macht das erfahrungsgemäß auch nicht besser. Jugendliche aus dem Bezirk haben jetzt gelernt, was ein gesunder Bauch braucht.

Foto © APA
Still ist's geworden auf der Ruine Wolkenstein. Kaum ist das Buffet eröffnet, die Teller gefüllt und ein gemütliches Plätzchen gefunden, wird's auch schon auf Putz' und Stingl verzehrt: Das gesunde Picknick.
Keine Schleckereien. Auf den bunten Plastiktellern der Stainacher Hauptschüler findet man keine Wurstbrote, keine Gummischlangen oder sonstige ungesunde Leckereien. Stattdessen gibt's Obstsalat, Joghurt und Brote mit gesunden Aufstrichen. Und man höre und staune, weit und breit, kein Meckern. Weit und breit kein Murren. Rundum glückliche Gesichter.
Zu dick. Im Schnitt ist jedes fünfte Kind in Österreich zu dick. Auch die Zahlen der jüngsten Gesundheitsuntersuchung im Schulbezirk Gröbming ließen Bezirksschulinspektor Heinz Fererberger Schreckliches erahnen: "Es gibt nur Extreme, entweder sind die Kinder viel zu dick, oder viel zu dünn. Heutzutage geht's nur mehr um Schönheit. Es sollte aber um Gesundheit gehen." Alarmiert durch die Ergebnisse, wurde gemeinsam mit der Universität Salzburg ein Projekt zur "Veränderung des Lebensstils von adipösen Kindern und Jugendlichen", in die Welt gerufen.
Fächerübergreifend. Zurück auf die Ruine: Begleitung bei dem "Gesunden Picknick" ist Hauptschullehrerin Grete Zeiler. Sie hat sich im Rahmen des Projektes zur Gesundheitsmanagerin ausbilden lassen. "Man muss fächerübergreifend arbeiten. Biologie, Hauswirtschaftslehre und Turnen. Man muss Körper, Geist und Seele fordern."
Schlau muss es sein. Neben ihrer schulischen Tätigkeit arbeitet die Gesundheitsmanagerin auch mit adipösen Kindern und deren Eltern. Gemeinsam wird gekocht, geturnt und eingekauft. "Die Leute müssen lernen, zu lesen, was auf den Verpackungen steht." Für adipöse Kinder sei es auch besonders wichtig, die Eltern in ihre Verantwortung zu ziehen, betont Zeiler weiter. Aber auch auf die Kinder selbst muss speziell eingegangen werden. "Sag' nie jetzt gibt's was Gesundes. Da denken sie an etwas, das nicht schmeckt. Man sagt besser, was Schlaues. So oder so, es ist gesund."

















