Luftkampf über dem Ennstal
Weil die Zeit bekanntlich wie im Flug vergeht, laufen die Vorbereitungen auf die Segelkunstflug-WM in Niederöblarn auf Hochtouren. Vom 16. bis 25. August gastieren die besten Piloten der Welt im Ennstal.

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Klaus Kröll weiß gerade nicht genau, wo ihm der Kopf steht. Dabei ist das ÖSV-Abfahrts-Ass schon auf den härtesten Rennpisten dieser Welt durchgeschüttelt worden. Und doch ist der "Bulle aus Öblarn" nach der kleinen Kunstflugeinlage mit Dietmar Poll, einem Mitglied des österreichischen Segelkunstflug-Nationalteams, sichtlich beeindruckt. Genau so soll es auch den Zuschauern bei der Weltmeisterschaft im Segelkunstflug gehen, die von 16. bis 25. August in Niederöblarn über die luftige Bühne geht. Wenn auch klarerweise "nur" vom Boden aus.
Großveranstaltung. Hochkarätig wird die WM auf alle Fälle: 60 Piloten aus 14 Nationen haben genannt, 20.000 Besucher erwarten sich die Veranstalter vor Ort, dazu soll die Großveranstaltung rund 30.000 Nächtigungen in der gesamten Region "produzieren". Klar, dass die Besucher nicht nur über den Wolken einiges geboten kriegen. Projektleiter Mischa Zöberer hat ein attraktives Rahmenprogramm für die WM ausgetüftelt. Rundflüge mit Motorflugzeug, Segelflugzeug oder Hubschrauber sollen ebenso die Massen locken, wie Tandemsprünge, Bungee-Jumping, Flugsimulatoren und eine Disco.
WM-Meile. Ein Herzstück des Rahmenprogrammes ist die WM-Meile. Von Vereinen und Firmen der Region gestaltet, sollen dort die Gäste jeden Tag unter einem eigenen Motto kulinarisch verwöhnt werden. Ein echter Höhepunkt für die Zuschauer wartet am Abschlusstag. Am Samstag, den 25. August gibt's eine Flugshow der Extraklasse mit waghalsigen Kunststücken von Flugzeugen des Bundesheeres bis hin zur Red Bull Staffel. Bei der großen WM-Abschlussfeier stehen dann unter anderem die Hitparadenstürmer "Rising Girl" auf der Bühne.
Der schiefe Grimming. Auch sportlich darf sich Österreich bei dieser WM einiges ausrechnen. Drei der vier Starter der Nationalmannschaft haben ihren Heimatverein in Niederöblarn und gerade im Ennstal ist der Heimvorteil nicht zu unterschätzen. Ewald Roithner, WM-Pilot aus dem Ennstal hat die Erklärung parat: "Üblicherweise haben die Piloten beim Segelkunstflug den Horizont als Anhaltspunkt und der ist im Flachland schnurgerade. Bei uns gibt's nur den Grimming und der ist ein bisserl schief."















