Bauer drohte, seine Frau zu töten
Die Polizei wusste, dass der 48-jährige Nebenerwerbsbauer aus dem Raum Liezen Schusswaffen besaß und forderte die Cobra an. Wie alle bisherigen Einsätze wurde auch dieser unblutig beendet.

Foto © APAImmer wenn es brenzlig wird, ist die Cobra im Einsatz
Als Sonntagabend die Polizei Liezen von der Morddrohung des 48-jährigen Nebenerwerbslandwirtes erfuhr, forderte man sofort das Einsatzkommando Cobra-Süd an. Aus Eifersucht hatte der Mann gedroht, er werde seine Frau und sich selbst töten. Es war bekannt, dass der Betroffene im Besitz einer Schusswaffe war. Bald schon sollte sich herausstellen, dass der Bauer nicht nur ein, sondern sogar zwei Gewehre im Haus hatte.
Bauernhof. Die Polizei observierte den Bauernhof bis zum Eintreffen der Cobra-Männer. Ohne dass der Betroffene etwas merkte, riegelten die Spezialisten den Bauernhof ab und hielten sich im Hintergrund. Man hatte in Erfahrung bringen können, dass die Frau nicht ihm Haus, sondern bei der Arbeit war. Nur der erwachsene Sohn war noch im Gebäude. "Wir haben auf einen günstigen Moment gwartet, dann griffen wir zu", so der Einsatzleiter. Für einen Augenblick trat der Bauer ins Freie, dass reichte den Männern, um ihn zu überwältigen.
Cobra. Ein Cobra-Einsatz war damit beendet - unblutig. Ein Einsatz von vielen in den vergangenen fünf Jahren. So lange besteht die Cobra-Süd. Bei Geiselnahmen, beim Einschreiten gegen Gewalttäter, im Kampf gegen die organisierte Schwerkriminaltität - immer dann, wenn es brenzlig wird, stellt die Cobra ihren Mann. "Wir sind Assistenzleister und können von der Polizei ohne viel Bürokratie angefordert werden", betont Major Heinz Stix, stellvertretender Kommandant der Cobra-Süd und weist auf einige "heiße" Einsätze in den vergangenen fünf Jahren hin. "Für viel mediales Aufsehen hat 2004 sicherlich die Festnahme eines türkischen Mafiabosses auf der Südautobahn gesorgt."
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Fakten
Über 500 Täter wurden von der Cobra-Süd seit 2002 festgenommen, unter ihnen war auch ein dreifacher Mörder aus Belgien, der in Ramsau untergetaucht war. Es gab auch Geiselnahmen: In Knittelfeld (2002), auf der A 2 (2003), in Mürzzuschlag (2004), Kapfenberg (2005), Graz (2005) und Tillmitsch (2006). Major Heinz Stix: "Kein einziges Mal haben wir geschossen."















