Hoher Blutzoll auf Österreichs Straßen
Den traurigen Rekord hält die Steiermark: Seit Freitagabend kamen acht Personen ums Leben. In Niederösterreich gab es zwei Tote, in Tirol einen.

Foto © Thomas PilchSujetfoto - Rettung
Der Pfingstreiseverkehr hat in Österreich bereits zu
Beginn einen hohen Blutzoll gefordert. Elf Menschen wurden bei
Unfällen getötet. Den traurigen Rekord hält die Steiermark: Seit
Freitagabend kamen acht Personen ums Leben. In Niederösterreich gab
es zwei Tote, in Tirol einen.
Kein Urlauberverkehr.
In der Steiermark ereigneten sich seit Freitag vier tödliche Auto-
sowie ein Motorradunfall. Die Opfer kamen alle aus der Steiermark.
Keiner der Unfälle ereignete sich im Urlauberverkehr, alle spielten
sich im Nahverkehr und auf Nebenstraßen ab.
Oststeiermark.
Die ersten beiden tödlichen Unfälle passierten in der
Oststeiermark binnen weniger Stunden. Freitag Nacht kam ein
18-Jähriger aus Piregg bei Birkfeld (Bezirk Weiz) in seiner
Heimatgemeinde mit seinem Pkw von der Fahrbahn ab und krachte gegen
einen Baum. Er wurde von der Feuerwehr aus dem Wrack geborgen, starb
aber noch an der Unfallstelle. Samstag früh passierte in Mönichwald
(Bezirk Hartberg) ein ganz ähnlicher Unfall. Ein 19-jähriger Lenker
aus Waldbach kam mit seinem Fahrzeug ins Schleudern und stieß
ebenfalls gegen einen Baum. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des
jungen Mannes feststellen.
Graz.
Am Samstagnachmittag kam es zum dritten tödlichen Verkehrsunfall.
Ein 54-jähriger Motorradlenker aus Graz stieß in Zerlach (Bezirk
Feldbach) gegen einen Pkw, der zu schnell unterwegs gewesen sein
dürfte. Der Motorradfahrer und seine 53-jährige Bekannte erlitten
tödliche Verletzungen. Der 20-jährige Pkw-Lenker und seine beiden
Beifahrer kam mit einem Schock davon.
Obersteiermark.
Am frühen Abend starben bei einem Unfall in der Obersteiermark
gleich drei Menschen. Ein 39-Jähriger aus Gußwerk war mit zwei
Freunden in einem Pkw in seiner Heimatgemeinde unterwegs. Das
Fahrzeug kam aus unbekannter Ursache von der Straße ab, geriet auf
eine Böschung und wurde rund zehn Meter zurück auf die Straße
geschleudert. Alle drei Insassen, die laut Polizei nicht angegurtet
waren, wurden aus dem Fahrzeug geschleudert und erlitten tödliche
Halswirbelfrakturen.
Südsteiermark.
Nur zwei Stunden später krachte ein Pensionist in der
Südsteiermark mit seinem Mopedauto in einen entgegenkommenden Pkw.
Der 65-Jährige dürfte das Auto beim Linksabbiegen übersehen haben.
Der Mann starb noch an der Unfallstelle, seine mitfahrende Ehefrau
erlitt schwere Verletzungen und wurde ins LKH Deutschlandsberg
eingeliefert.














