Anrainer wollen rasch Klarheit
Der Bau der Unterflurtrasse in Trautenfels wurde verschoben. Daher sind auch die Ablöseverhandlungen ins Stocken geraten.

Foto © APABaubeginn verzögert sich
Was manche Anrainer nach den zähen Ablöseverhandlungen bereits vermutet hatten, ist jetzt fix: Die geplante Unterflurtrasse für die Kreuzung Trautenfels wird in nächster Zukunft nicht realisiert. Die Ursache: Die zuständige Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder will nicht mit dem Bau beginnen, bevor die Trassenführung der geplanten neuen Straße durchs Ennstal endgültig feststeht.
Geldknappheit.
Im Hintergrund dürfte die Geldknappheit bei den Verkehrsvorhaben eine entscheidende Rolle spielen. Unbedingt notwendige Sicherheitsprojekte wie die Lawinengalerie in Untergrimming oder die Entschärfung von Gefahrenstrecken im Murtal hätten Vorrang, heißt es aus dem Büro der Landesrätin.
Klarheit.
Für fünf Anrainer im Bereich der Trautenfelser Kreuzung, die seit zwei Jahren wegen der Ablöse ihrer Liegenschaften mit dem Land verhandeln, wird die Situation durch die neue Entscheidung nicht einfacher. "Uns hat man immer gesagt, das Projekt komme unabhängig von der Straßenplanung für das Ennstal", erklärt Reinhold Schierl.
Entscheidungen.
Die Anrainer wünschen sich aber klare Entscheidungen, um für die Zukunft planen zu können. Schierl: "Entweder man baut südlich des Schlosses in der Nähe der Enns, was uns am liebsten wäre. Dann könnten wir bleiben und in die bestehenden Gebäude investieren. Oder man löst uns zu einem angemessenen Preis ab, der einen Neubeginn möglich macht." Seine Befürchtung: "Die Ungewissheit geht jetzt noch Jahre weiter und für uns verrinnt die Zeit."
Ausgeschieden.
Zumal die erhoffte Südvariante ohnehin nicht kommen wird. "Sämtliche Trassenvarianten südlich des Schlosses wurden bereits ausgeschieden. Alle noch möglichen Varianten führen zur Kreuzung Trautenfels", berichtet Thomas Waidgasser von der zuständigen Fachabteilung des Landes.
Verzögerungstaktik.
Das bestärkt Reinhold Schierl in seiner Argumentation: "Dann soll man uns jetzt ablösen. Wenn wir schon weg müssen, dann so bald wie möglich, damit wir uns eine neue Existenz aufbauen können. Alles andere ist Verzögerungstaktik. Die Nerven dafür ersetzt uns niemand."
Grundablösen.
In Richtung rasche Ablöse könnte es auch gehen, wenn die angestrebten Zeitpläne halten: Heuer im Herbst soll die Entscheidung für die künftige Trassenführung durch das Ennstal fallen. Edlinger-Ploder: "Wenn man dann weiß, was man will, sind die Grundablösen unabhängig vom Baubeginn ein angestrebtes Ziel."















