Hunderte Nacktfotos von Kellnerin veröffentlicht
Der 29-jährige Obersteirer stellte Hunderte intime Fotos einer 28-jährigen Kellnerin ins Internet und drohte der Frau, sie gesellschaftlich zu vernichten. Als er auch noch mit einer Bluttat drohte, wurde er von der Polizei verhaftet.

Foto © KLZ/Kanizaj
Vor einem Monat wollte sich der 29-jährige beschäftigungslose Mann aus Liezen das Leben nehmen. In der Nacht zuvor bombardierte er eine 28-jährige Bekannte mit SMS. Die Frau hatte gerade erst die Beziehung mit ihrem Freund beendet. Jetzt wollte er mit ihr eine Partnerschaft beginnen. Weil sein Plan nicht funktionierte, fügte er sich mit einem Stanleymesser zwei schwere Schnittwunden am Hals zu und wäre beinahe verblutet. Er überlebte nur, weil er von der Kellnerin in letzter Minute gerettet wurde.
Dank bekam sie für die Lebensrettung keinen. Im Gegenteil. Der 29-Jährige stalkte sie über Wochen. Er stellte Hunderte intime Fotos dieser Frau ins Internet und drohte ihr, sie gesellschaftlich zu vernichten. Das Stalkingopfer erstattete Anzeige bei der Polizei und der Beschuldigte musste über Auftrag der Staatsanwaltschaft die Fotos löschen. Das war am 18. Dezember.
Neuerliche Drohung
Damals behauptete der Obersteirer bei der Einvernahme, er habe die Fotos von der Kellnerin. Nachdem sie von ihm nichts wissen wollte, habe er sich an ihr rächen wollen und die Bilder gepostet. Der Mann wurde wegen Stalkings auf freiem Fuß angezeigt.
Nur neun Tage später drohte er neuerlich. Diesmal teilte er einer Freundin der Betroffenen mit, dass er weitere Fotos veröffentlichen werde. Dazu kam es zwar nicht, dafür kündigte der Liezener am 28. Dezember um 4 Uhr früh in einer Bar an, dass er die Kellnerin mit dem Auto "niederfahren und aufschlitzen" werde. Er werde ihr die gleichen Wunden zufügen, wie er sie sich beim Suizidversuch zugefügt hatte. Ein Zeuge reagierte sofort. Er nahm den Autoschlüssel, den der 29-Jährige auf der Theke abgelegt hatte, an sich und brachte ihn zur Polizeiinspektion Liezen. So kam der Fall ins Rollen. Der Beschuldigte wurde noch am selben Tag verhaftet und in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.














