Zug nach Brand evakuiert
Steuerwagen fing zwischen Stainach-Irdning und Liezen Feuer. Alle Fahrgäste wurden evakuiert, die Reise wurde in Bussen fortgesetzt. Mit schwerem Atemschutz und Wärmebildkameras wurde die Zuggarnitur durchgecheckt.

Foto © FF LIEZEN In Liezen angekommen wurden alle Fahrgäste evakuiert, die Garnitur mit Wärmebildkameras durchsucht
Es hätte richtig brenzlig ausgehen können: Ein aus Deutschland kommender Zug machte Mittwochabend auch in Stainach-Irdning Halt. "Er ist schon verspätet gekommen und noch 20 Minuten im Bahnhof gestanden. Andere Fahrgäste haben uns erzählt, dass es schon seit der Fahrt in Deutschland ständig Probleme gegeben habe", erklären Ennstaler, die mit dem Zug nach Graz fahren wollten.
Endstation war dann aber bereits in Liezen. Während der Fahrt kam es nämlich zu heftiger Rauchentwicklung bis in den ersten Personenwaggon. "Wir sind noch in den Bahnhof Liezen eingefahren und dort hieß es dann nur mehr: alles raus!"
Wärmebildkamera
Der ganze Zug wurde evakuiert und die Feuerwehr rückte an. "Der Steuerwagen dürfte während der Fahrt Feuer gefangen haben. Als wir kamen, waren aber keine Flammen mehr zu sehen", schildert Einsatzleiter Michael Rieger von der Feuerwehr Liezen. "Die Bremsen hatten zwar noch 300 Grad Celsius, was aber noch im Rahmen der Betriebstemperatur liegt." Mit schwerem Atemschutz und Wärmebildkameras wurde die Zuggarnitur durchgecheckt. "Wir haben keinen Brandherd mehr gefunden."
Die evakuierten Fahrgäste setzten ihre Reise mit Bussen und einer zweistündiger Verspätung fort. Ärgerlich, aber: "Wir sind froh, dass niemandem etwas passiert ist." Bei den ÖBB ergänzt man, dass der defekte Steuerwagen nach Selzthal geschleppt wurde. "Es handelt sich um ein deutsches Fahrzeug, das dort untersucht wird", erklärt Pressesprecher Christoph Posch.














