Eine Zeitreise für Darsteller und Publikum
Gestern ging der heurige Zyklus des Öblarner Festspieles "Die Hochzeit" zu Ende. Mit einer tollen Bilanz und einer gemütlichen Feier.

Foto © Festspiele ÖblarnBeim Auftritt der Gaukler ging es ganz schön feurig zu
Man mag es ja angesichts des heurigen Unwettersommers fast nicht glauben, aber bis auf eine Vorstellung, die wegen eines Gewitters eine halbe Stunde früher beendet werden musste, ging das Öblarner Festspiel "Die Hochzeit" heuer absolut planmäßig über die Bühne. Auch wenn das von allen Beteiligten zwischenzeitlich ein wenig Durchhaltevermögen und von den Schauspielern einige Improvisationskunst forderte. Nicht unbedingt im Spiel selbst, dafür aber danach.
Festspielchef Peter Salzinger zieht - bildlich gesprochen - den Hut vor seiner gesamten Mannschaft: "Es war wirklich einmalig, was hier geleistet wurde. Zum Beispiel, wenn wir am Freitag trotz Regens gespielt haben und am Samstag die gesamte Truppe wieder zur Aufführung antreten musste." Eine Übung, die wesentlich leichter klingt, als sie ist. Immerhin sind viele der historischen Kostüme aus alten, schweren Lodenstoffen gefertigt - und wollten schnell getrocknet sein. "Da wurden in Öblarn halt auch mitten im Sommer die Öfen angeworfen", plaudert Salzinger aus der Festspielschule.
Riesenerfolg
Der Aufwand und die lange Probenarbeit der 300 Darsteller und 100 Helfer haben sich jedenfalls wirklich gelohnt. "Wir sind wirklich sehr sehr zufrieden", freut sich Peter Salzinger. Alle Vorstellungen waren ausverkauft, insgesamt sahen rund 8000 Besucher das historische Werk aus der Feder von Paula Grogger. Dem Festspielpublikum wurde heuer eine deutlich temporeichere und gestrafftere Version des historischen Spieles geboten. Verantwortlich dafür war der renommierte Gröbminger Autor und Regisseur Walter Thorwartl, dessen Regiearbeit den Obmann des Festspielvereines regelrecht ins Schwärmen bringt. Peter Salzinger: "Die Regie von Walter Thorwartl war ein echter Erfolg. Er hat dem Spiel heuer seinen Stempel aufgedrückt, bewies Achtung vor der Sprache Paula Groggers und dem historischen Thema und schaffte es doch mehr Leben und Tempo zu erzeugen. Ein echter Glücksgriff."














