"Nein zu einer Fusion ohne Altaussee"
Ein Ausseerland ohne Altaussee gibt's nicht, findet der Bad Ausseer Gemeinderat. Und: Grün-Blau stemmt sich gegen das Trauncenter.

Foto © HuemerBürgermeister Marl ist gegen einen "Freistaat Altaussee", die ÖVP-Fraktion sieht das etwas entspannter
Gemeinderatssitzungen in Bad Aussee folgen einem eigenen Muster: SPÖ und ÖVP sind sich fast immer einig. Unterschiedliche Ansichten, die den Weg als Wortmeldung in die Diskussion finden, kann man in dieser Periode wohl an einer Hand abzählen. Ganz im Gegensatz zu den oppositionellen Blauen und Grünen. Bei der vergangenen Sitzung war einer dieser seltenen Momente. Auslöser: die Gemeindezusammenlegung. Bekanntlich hat das Land nur Bad Aussee und Grundlsee zum Gespräch geladen. Altaussee, das von einem VP-Bürgermeister regiert wird, bleibt alleine. "Ein Unfug", ärgert sich Bürgermeister Otto Marl (SP). Er unterstellt dem Land Unverstand oder politische Willkür für diese Entscheidung. "So spaltet man das Ausseerland für die Zukunft. Tauplitz und Altaussee erreichen beide 69 Punkte in der Bewertungsskala. Die einen müssen fusionieren, die anderen nicht?" Marl wünschte sich durchaus eine geharnischte Vorgangsweise.
Die ÖVP sah das anders. "Wir sollten als empfangende Gemeinde jetzt nicht etwas beschließen, was das Land gar nicht fordert", warnte Gemeinderat Christian Schiffner. Letztlich einigten sich alle Parteien darauf, keinen eigenen Beschluss zu fassen, sondern nur eine Stellungnahme ans Land abzugeben. Tenor: Ein Ausseerland ohne Altaussee gibt's nicht.
Parkdeck
Erstmals brachten Grün und Blau gemeinsam Dringlichkeitsanträge zum Trauncenter ein. Sie stimmten auch in allen Punkten gegen die Umwidmung, die mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP durchgewunken wurde. "Die Historie zeigt, dass es in diesem Bereich immer wieder zu Erdrutschen gekommen ist. Hier sind weitere Untersuchungen nötig", fordern die Gemeinderäte Elisabeth Welzig und Hannes Wasner.

















