Konsumenten fühlen sich betrogen
Die Kernöl-Affäre bewegt die Usergemeinde der Kleinen Zeitung. Welche Ansichten vorherrschen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

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Nur elf von 30 getesteten Kürbiskernölen sind "echte" Österreicher. Ein Produkt mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) steht unter Verdacht, dass Kerne aus China oder Russland beigemischt sind. Aber auch das Testverfahren selbst steht unter Kritik - viele Leser der Kleinen Zeitung haben ihrem Ärger in den Foren von www.kleinezeitung.at Luft gemacht.
Die User fühlen sich als Konsumenten eindeutig betrogen. User "lieschenmueller" schreibt: "Nochmals, egal welches Produkt, wenn es ein Prädikat hat, für das ich tief in die Tasche greife, und hinterher kommt raus, das ist zu Unrecht erteilt oder besser gesagt mit unlauteren Mitteln erschlichen worden, fühle ich mich betrogen. Sei es Fleisch, Eier, etc. Diese Lebensmittel kaufe ich teurer aus dem Tierschutzgedanken heraus, wenn dies dann doch aus Massentierhaltung ist oder aus Käfighaltung (hoffe gibt es nicht mehr), empfinde ich dies ebenso."
Die User verlangen eindeutig: "Wo g.g.A.draufsteht, sollte auch g.g.A. drinnen sein," wie es "HF42" formuliert. Aber nicht nur die Produktangabe g.g.A. steht unter Beschuss. Allgemein wird im Kleine- Forum Gütesiegeln - wie etwa dem AMA-Gütesiegel - das Vertrauen entzogen: "ZOOTV" schreibt: "Man kann denken was man will, aber ich hab den Glauben an die AMA längst verloren. Diese Interessensgemeinschaft versucht uns Konsumenten genauso mit Halbwahrheiten zum Konsum zu verführen wie es die Unternehmer tun." User "HarzMar" resignierend: "Wurst 'Made in Austria' kann zu einem großen Teil Fleisch aus Polen, Rumänien oder sonst woher beinhalten. Man hat vielleicht den Joghurt in Österreich abgefüllt, aber die Milch kommt z.B. aus den Niederlanden! Warum sollte es dann beim Kernöl anders sein!"














