Dachgleiche bei Hotel "Spirodom"
Mit zahlreichen Ehrengästen wurde gestern in Admont die Dachgleiche des Hotels "Spirodom" gefeiert. Im Oktober soll eröffnet werden.

Foto © PrivatRund 13 Millionen Euro kostet das Hotel Spirodom in Admont. Im Oktober soll es eröffnet werden
Eines lässt sich über das Hotel Spirodom in Admont schon im Rohbau sagen: Das Dach ist dicht. Das war auch gut so, schließlich gab es zur gestrigen Gleichenfeier im künftigen Viersternhotel jede Menge Segen von oben - und zwar in flüssiger Form.
Die hochkarätige Feiergesellschaft mit Abt Bruno Hubl, Stifts-Wirtschaftsdirektor Helmuth Neuner, Mandlbauer-Chef Hans-Werner Frömmel und Bürgermeister Günther Posch an der Spitze ließ sich die gute Laune freilich nicht verregnen. Nicht zuletzt natürlich, weil Barbara Watzl, die Direktorin des Spirodoms, alle Wetterkapriolen bedacht hatte und die künftige Lobby des Hotels in einen improvisierten Festsaal verwandelte.
Abt Bruno Hubl hatte in seiner Ansprache jedenfalls die Lacher auf seiner Seite. Er zog einen Querverweis zwischen der harten Wirtschaftswelt und kleinen persönlichen Missgeschicken. "Es soll ja Menschen geben, die sich an Projekten die Zähne ausbeißen. Mir ist das auch passiert, allerdings beim Frühstück", warb das geistliche Oberhaupt des Stiftes Admont um Verständnis für eine kleine Zahnlücke.
Respekt zollte der Abt den anwesenden Arbeitern der Baufirma Mandlbauer für den zügigen Baufortschritt, den er - so Hubl - vom Speisesaal des benachbarten Stiftes täglich mitverfolgen könne. Die Leistung seiner Leute stellte auch Mandlbauer-Chef Hans Werner Frömmel in den Mittelpunkt seiner Rede. Von den Planern und Bauleitern bis zu den Lehrlingen würden, so Frömmel, tolle Leistungen erbracht, die es überhaupt erst möglich machen würden, das engagierte Projekt wie geplant bis zum Oktober dieses Jahres fertigstellen zu können.
Um eine stabile Basis für das neue Hotel zu schaffen, mussten erst einmal 168 Hochleistungsverdrängungspfähle mit einer Gesamtlänge von 2350 Metern in den Boden gerammt werden. In 15.000 Arbeitsstunden wurden für den Rohbau rund 200.000 Kilogramm Eisen und 2500 Kubikmeter Beton verbaut.
Im September 2011 wurde mit dem Bau begonnen, im Oktober dieses Jahres soll das Viersternhotel mit 67 Zimmern in Betrieb gehen. Dass das Stift nicht nur durch seine wirtschaftliche Beteiligung am Hotelprojekt eine zentrale Rolle spielt, betont Hoteldirektorin Barbara Watzl: "Im Zentrum des Spirodom steht die besondere Beziehung zur Spiritualität und zur Tradition des Stiftes Admont." Insgesamt will man mit dem Projekt, das 30 neue Arbeitsplätze in Admont schafft, Kulturliebhaber und Erholungssuchende ansprechen.














