Hackls Karriere wird jetzt zur Geldfrage
Ein Karriere-Ende mit 22 Jahren? Karin Hackl flog aus dem B-Kader und denkt jetzt über das Weitermachen nach.
SKI ALPIN. Die Aussendungen des österreichischen Skiverbandes mit den neuen Kadern sind kurz und bündig. Mitunter sind damit aber ganze Schicksale verbunden. Wie im Fall der beiden Steirerinnen Nicole Schmidhofer (Lachtal) und Karin Hackl (Admont). Beide scheinen nicht mehr in den Kadern des ÖSV auf und stehen nun vor der Frage: Karriere-Ende oder weiterkämpfen?
Schmidhofer hat sich schon entschieden: für den Kampf. Die Vorbereitung muss sie sich selbst finanzieren und dann hoffen, dass am Tag X die Form passt, wenn sie eine Chance bei irgendeinem Quali-Lauf bekommt.
Karin Hackl ist noch nicht so weit. "Ich weiß wirklich nicht, wie es weitergeht", gesteht die Admonterin. Die Entscheidung des ÖSV versteht sie nicht. "Ich war fast eineinhalb Jahre verletzt - und dann werfen sie mich raus." Nach Problemen mit der Patellasehne, kam 2011 ein Kreuzbandriss dazu. Die ehemalige Vize-Weltmeisterin der Junioren wurde in ihrer Karriere stets gebremst. In den letzten Wochen gab es auch noch gesundheitliche Probleme. "Ich habe viel Gewicht und Muskelmasse verloren. Ich muss jetzt körperlich wieder auf die Höhe kommen und werde mich bis August entscheiden. Es wird halt jetzt auch zur Geldfrage."
Privates Training
Ganz aufzuhören, kann sie sich nicht vorstellen. "Ich liebe das Training und das Skifahren", sagt die ehemalige Weltcupläuferin. Deshalb hat sie - wieder retour beim steirischen Skiverband - schon einen Konditionsplan, mit dem sie jetzt privat trainiert. Auch ein Gespräch mit dem neuen Europacup-Cheftrainer Thomas Trinker soll es geben. "Vielleicht darf ich dann im November Qualifikation für den Europacup fahren." CHRISTOPH HEIGL
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