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    Zuletzt aktualisiert: 08.05.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Zwei Brüder auf Erfolgskurs

    Mario und Manuel Karelly kommen aus Gai, besuchen in Schladming die Schule, schafften den Aufstieg im ÖSV-Kadersystem - und suchen den Erfolg auf zwei getrennten Wegen.

    SKI ALPIN. Große Rennläufer müssen sie nicht mehr werden - sie sind es schon: Manuel Karelly kratzt mit seinen 18 Jahren an der 1,90-Meter-Marke, sein Bruder Mario (19) ragt bereits vier Zentimeter darüber hinaus. Weil auch die Gewichtsverteilung stimmt (90 bzw. 97 Kilogramm), hat auch der Konditionstrainer seine Freude. . .

    Freude kam auch bei den Brüdern auf, als sie erfuhren, dass sie wieder zwei Hürden gepackt haben: Manuel schaffte den Sprung in den ÖSV-C-Kader, Mario jenen in den B-Kader. "Perfekt! Jetzt geht es noch mehr in Richtung Profi", sagt der 87. der Abfahrts-Weltrangliste.

    Verdient hat sich Mario den Aufstieg mit den Talentproben im Europacup, wo er sich bis an die Stockerlplätze herantastete. In Südtirol verspielte er durch einen Fehler sogar den Sieg, erzählt er. Dass der Sprung in den B-Kader trotz eines doppelten Bänderrisses im Dezember glückte, verrät er nebenbei. Was zählt, sei die nächste Saison. "Ich will im Europacup unter die Top drei und damit einen Fixplatz im Weltcup", sagt der Speedspezialist.

    Top-Plätze traut er auch seinem Bruder zu: "Manuel hat Talent, Kraft und die nötige Spritzigkeit, also alles, was ein Top-Fahrer braucht." In die Quere kommen sich die Brüder nicht, weil Manuel Technikspezialist ist. Bei den FIS-National-Junior-Races in Hinterstoder glückten ihm gleich zwei Slalom-Siege innerhalb von 24 Stunden.

    Gezittert, ob er den Sprung in den ÖSV schafft, habe er nicht, sagt Manuel: "Es kommt, wie es kommt, und es passt auch so." Passen soll es auch in der nächsten Saison. Der Skihandelsschüler will "den einen oder anderen" FIS-Slalom gewinnen und dort reinschnuppern, wo sein Bruder mitmischen will: im Europacup. "Lässig wäre natürlich auch die Junioren-WM!" ALOIS LEITENBAUER


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