Für den "Leobener" Greimel wird es hart
Alfred Greimel trennte sich von seinem Verein RC Reif, jetzt reitet er für den RC Leoben.
REITSPORT. Alfred Greimel startet am Wochenende in Gniebing in die neue Springreitsaison. Noch vor einem halben Jahr wäre er dort wohl um den Sieg im Großen Preis mitgeritten. Jetzt ist aber alles anders. Der 38-jährige Donnersbacher trennte sich im Winter von seinem Verein RC Reif und reitet ab sofort für den RC Leoben. Damit ging auch die Trennung von Erfolgspferd "Albatros" einher. "Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit, aber es hat einfach nicht mehr gepasst", blickt er wehmütig zurück.
Stationiert ist Greimel jetzt bei einem Reitstall in Frauental, wo er auch als Bereiter arbeitet. Sein einzig übrig gebliebenes Pferd ist die zehnjährige "Cherie". Mit der Stute wird er auch in Gniebing im S-Bewerb, der höchsten nationalen Klasse, an den Start gehen. "Normalerweise hätte ich das Turnier gewonnen", sagt Greimel. "Heuer muss ich aber froh sein, wenn sich das Stechen ausgeht." Sein zweites Pferd, "Alexa", müsse erst an das S-Niveau herangeführt werden.
"Das wird ein ganz schwieriges Jahr für mich, aber ich nehme die Herausforderung an", stellt Greimel klar. Deswegen hat sich das Reit-Ass heuer auch keine allzu großen Ziele gesetzt. "Ich werde trotzdem so gut es geht bei allen großen Turnieren in Österreich dabei sein, aber die Ausgangsposition ist eben eine völlig andere."
Zumindest ein Turnier möchte Greimel heuer trotzdem gewinnen. Er liebäugelt mit dem Sieg bei der Landesmeisterschaft, und das hat seine Gründe: Es wäre der vierte Streich in Folge. "Bis Juli habe ich ja noch Zeit, um zu trainieren", grinst Greimel. MARTIN MANDL












