"Ohne Militär wären wir noch abgeschnitten"
In Wildalpen war ein Ortsteil bis zum vergangenen Wochenende wegen Lawinengefahr komplett gesperrt. "Und das wäre wohl noch immer so, wenn uns das Militär nicht geholfen hätte."

Foto © HuemerIm alpinen Raum geht ohne die Hubschrauber des Bundesheeres oft gar nichts mehr. Zwei Alouette halfen in Wildalpen, um Lawinen abzusprengen
Es kommt selten vor, dass schriftliche Informationen aus Wildalpen in der Redaktion einlangen. Diese Woche war das gleich von zwei verschiedenen Stellen der Fall. Der Inhalt war derselbe: Danke an das Bundesheer. "Wenn uns nicht zwei Hubschrauber der Kaserne Aigen geholfen hätte, wäre die Straße nach Hinterwildalpen wohl noch immer gesperrt", erklärt Hermann Kain, Obmann der Lawinenkommission der Gemeinde. "Eine Straße ist nach wie vor gesperrt, aber davon ist nur ein Haus betroffen. In Hinterwildalpen wohnen jedoch rund 150 Personen. Wenn uns das Heer nicht geholfen hätte, die Lawinen abzusprengen, wäre das schon problematisch gewesen." Gleich zwei Maschinen waren dafür notwendig. "Eine Maschine ist um den Sprengstoff nach Salzburg geflogen, eine weitere hat dann die Sprengungen mit uns durchgeführt." Auf einer Strecke von nur 700 Metern ließ man kontrolliert zehn Lawinen ins Tal donnern. "Das waren ungeheure Schneemassen, die sich in den steilen Rinnen angesammelt hatten", so ein Beobachter.
Auch Peter Gulas vom Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien, die in Wildalpen eine Forstverwaltung unterhält, lobt das Bundesheer. "Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie wichtig dieser Stützpunkt für den obersteirischen Raum ist, um rasch Hilfeleistungen für die Allgemeinheit zu ermöglichen."
Der Vorteil der Bundesheermaschinen: Ein Fachmann kann direkt vom Hubschrauber aus Sprengungen durchführen - das ist aus anderen Helikoptern so nicht möglich.

















