Endlich wieder Taschen packen
Marco Pichlmayer startet wieder im Weltcup - mit neuem Mut und einer neuen Einstellung.
NORDISCHE KOMBINATION. Die Durststrecke ist vorbei: Der Bad Mitterndorfer Marco Pichlmayer biss sich mit eisernem Willen in den Weltcup zurück. Nicht verbissen, aber zielstrebig arbeitete er im Continental-Cup am Weltcup-Comeback. Mit Erfolg: Seine Platzierungen im Spitzenfeld sorgten dafür, dass Österreich einen achten Startplatz im Weltcup zugesprochen erhielt.
Als Lohn dafür saß Pichlmayer am Mittwoch schon im Flieger nach Kasachstan, wo an diesem Wochenende die Weltcup-Bewerbe in der Nordischen Kombination stattfinden. Vom Gefühl her würde man in dieser Region Temperaturen zumindest um die minus 30 Grad erwarten. "Nein", lacht Pichlmayer, "das ist kein Problem, es hat dort am Tag so um die minus fünf Grad, ähnlich wie bei uns."
Der Bad Mitterndorfer ist gut gelaunt. Das Herumgrübeln, unentwegte Herumtüfteln und die permanente Fehlersuche hat er abgelegt. Das sei auch der Grund, warum es derzeit so gut laufe: "Ich setze mich nicht mehr ständig unter Druck, weil ich unbedingt meine Trainingsleistungen beweisen will, sondern gehe viel lockerer in die Bewerbe." Fast logisch seine Antwort auf die Frage nach der Zielsetzung für den ersten Weltcupeinsatz seit Langem: "Gar keine. Ich will nichts erzwingen." Vielleicht ist das ja der Ansatz zum Durchbruch. Immerhin bescheinigt der Tauplitzer Nik Huber, Cheftrainer der heuer überaus erfolgreichen norwegischen Kombinierer, dem Bad Mitterndorfer das Potenzial für Weltcup-Platzierungen im absoluten Spitzenfeld. GERHARD PLIEM















