18-Jähriger von Zug überrollt und getötet
Der Todesfall, der sich nach dem Nachtslalom in Schladming zugetragen hat, beschäftigt die Polizei: Ein 18-jähriger Salzburger wurde bei Haus im Ennstal von einem Zug überrollt und getötet. Er dürfte gestürzt und mitten auf den Gleisen liegen geblieben sein.

Foto © KanizajSujetbild
Von Bischofshofen kommend war der Lokführer Mittwoch gegen 4.30 Uhr in der Früh mit einem Zug der ÖBB in Richtung Selzthal unterwegs. In Haus im Ennstal bemerkte der 48-Jährige einen Jugendlichen, der zwischen den Geleisen lag. Sofort leitete der Lokführer eine Notbremsung ein. Aufgrund des Bremsweges von 300 Metern konnte die Zuggarnitur allerdings nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand kommen. Der 18-Jährige wurde überrollt und getötet.
Auf Geleisen geschlafen?
Über die genauen Hintergründe des tragischen Unfalls - einen Selbstmord schließt die Polizei aus - können derzeit aber nur Vermutungen angestellt werden. Der HTL-Schüler aus dem Bezirk St. Johann im Pongau hatte gemeinsam mit Schulkollegen den Nachtslalom besucht. Nach Schladming waren die Jugendlichen mit dem Bus gefahren. Im Laufe der Veranstaltung hatte sich der 18-Jährige von seinen Schulkollegen getrennt. Warum - das konnte bisher nicht geklärt werden. Das letzte Mal hatten die Jugendlichen gegen Mitternacht mit dem Verschwundenen per Handy Kontakt. Später, als sie den Salzburger wegen der Heimreise anrufen wollten, war er nicht erreichbar.
Nach dem Nachtslalom war der 18-Jährige rund drei Kilometer von Schladming in Richtung Haus im Ennstal gegangen. Möglicherweise hatte sich der HTL-Schüler verirrt und war einfach der Bahnstrecke gefolgt. Laut Polizei deuten die Spuren darauf hin, dass er auf dem Weg mehrere Male im tiefen Schnee zu Sturz gekommen war. Schlussendlich kam der Salzburger auf den Geleisen zu liegen. Ob er auf die Schienen gestürzt war oder auf den Geleisen eingeschlafen ist, ist noch nicht geklärt. Fremdverschulden schließt die Polizei aber aus. Möglicherweise war bei dem Unfall auch Alkohol im Spiel. Das wurde von der Polizei aber nicht bestätigt.
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Einsatz
Abgesehen von dem Zugunfall hatte die Polizei bei ihrem Einsatz im Rahmen des Weltcup-Rennens in Schladming fünf Körperverletzungen sowie einige Sachbeschädigungen angezeigt. Außerdem wurden einige Verursacher von bengalischen Feuern ausgeforscht.

















