20 Gemeinden droht Aus
Nach der Strukturreform werden im Bezirk etwa 30 Gemeinden übrig bleiben, schätzt der ÖVP-Landtagsabgeordnete Karl Lackner.
Mit Kooperationen allein werde es nicht getan sein, sagte Landtagsabgeordneter Karl Lackner (ÖVP) gestern in einer Pressekonferenz zur Gemeindestrukturreform in Wörschach. Er gehe davon aus, dass landesweit "150 bis 200 Gemeinden von einer Fusion betroffen sein könnten", im Bezirk Liezen sei es "eine große Anzahl".
Auf Nachfrage konkretisierte Lackner, selbst Bürgermeister von Donnersbach, dass im Bezirk nach der Reform "etwa 30 der derzeit 51 Gemeinden übrig bleiben werden". Allerdings widerspricht Lackner der immer wieder kolportierten Darstellung, das Land wolle im Bezirk sieben Großgemeinden installieren. "Ich gehe davon aus, dass das Land im Februar mit dem Plan herausrücken wird, was gewünscht ist". Für den Fall, dass sich Gemeinden gegen Zusammenlegungen sträuben, geht Lackner davon aus, dass durchaus "auch Druck gemacht wird, zum Beispiel auf dem Weg der Förderungspolitik".
Sein Abgeordneten- und Parteikollege Odo Wöhry will die Reform aber nicht nur auf Fusionen reduziert wissen: "Diesen Denkansatz halte ich für falsch. Es geht darum, wie die Gemeindeverwaltung in der Zukunft kompetent und effizient aufgestellt werden kann." Wöhry und Lackner gestehen ein, dass viele Bürgermeister im Bezirk der Reform mit großer Skepsis gegenüberstehen und zwar die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen intensivieren, aber keine Zusammenlegungen wollen. Dazu Bundesrat Franz Perhab: "Aus meiner Wahrnehmung ist das ein Funktionärsproblem auf politischer Ebene, die Bürger sind da oft weiter, denen ist egal, wo das Gemeindeamt steht."
Einen Schlenkerer schlug Wöhry auch zur aktuellen Debatte um die Schließung von Schulen: "Wir werden schauen müssen, dass künftig die Schülertransporte nicht gleich viel kosten wie bisher die Schulerhaltung."















