Grüner kritisiert die Grünen
Lambert Schönleitner hält Kür des neuen Partei-Geschäftsführers für eine "Hochrisikolösung". Aus Fehlern sei nichts gelernt worden.

Foto © KANIZAJ Lambert Schönleitner teilt in den eigenen Reihen aus
LIEZEN/GRAZ. Hart ins Gericht geht Lambert Schönleitner, Landtagsabgeordneter und Obersteiermarksprecher der Grünen, mit der eigenen Partei. Die Bestellung des ehemaligen künstlerischen Leiters der "regionale10", Dietmar Seiler, ist nach Schönleitners Einschätzung eine Fehlentscheidung: "Offenbar wurde aus dem Intermezzo mit Jörg Martin Willnauer nichts gelernt, es wurde wieder jemand von außen ohne politische Erfahrung geholt, obwohl wir genügend qualifizierte Leute in den eigenen Reihen haben." Willnauer, bekanntlich Kabarettist, war kurz Spitzenkandidat für die Landtagswahl, zog sich aber rasch wieder zurück. "Politik ist ein Handwerk, das Praxis braucht. Seiler mag in seinem Bereich gut sein, politisch ist er völlig unerfahren - ein hohes Risiko in dieser Position." Er wolle, so Schönleitner, nicht beurteilen, ob Landesprecher Werner Kogler bei der Personalauswahl ein goldenes oder blechernes Händchen habe, "aber es erhebt sich schon die Frage, wie die Grünen ihre Leute rekrutieren". Eine Erklärung sei für ihn, dass die Grünen im Kulturbereich großes Potenzial für sich sehen. "Aber nicht alles, was gut ausschaut, ist praxistauglich." Die Partei sei dem Mainstream gefolgt und habe politikfern entschieden. UTE GROSS
















