Bürgerinitiative macht "Aktion scharf"
Die Bürgerinitiative "Lebensraum Salzkammergut" schlägt eine härtere Gangart gegen Mautflüchtlinge ein: Mitglieder kontrollieren die Straßen und zeigen bei der Polizei an.

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Entlang der Salzkammergut-Bundesstraße B 145 wird künftig nicht mehr nur die Polizei ein waches Auge auf den Verkehr haben. Auch die Bürgerinitiative "Lebensraum Salzkammergut" klinkt sich in die Verkehrsbeobachtung ein. Das war auch bisher schon der Fall. "Wir haben aber keine Lkw angezeigt, die trotz des 3,5-Tonnagen-Limits auf der Straße waren", erklärt Silvester Leitner, Obmann der Plattform. Das soll sich ab sofort ändern. "Wenn wir jemand erwischen, der im limitierten Bereich unterwegs ist, geht die Anzeige an die Polizei."
Die Überwachung funktioniert so: An sechs neuralgischen Ein- und Ausfahrtspunkten werden Menschen postiert. Bei jedem Lkw wird sowohl beim Ein- als auch Ausfahren des Limitbereichs die Zeit genommen. Aus der Differenz leitet die Initiative ab, ob der Fahrer irgendwo be- oder entladen hat und damit zum Ziel- und Quellverkehr gehört.
"Wir haben Zeiten gestoppt, aus denen hervorgeht, dass Lkw schneller als Autos bei erlaubter Höchstgeschwindigkeit durch das Gebiet des Tonnagelimits brausen. Da liegt es auf der Hand, dass die hier nur durchfahren und der Maut ausweichen. Solche Fahrzeuge werden wir in Zukunft schriftlich zur Anzeige bringen", so Leitner. Personalprobleme hat er - im Gegensatz zur Polizei - keine. "Bisher haben uns 45 Personen bei dieser Arbeit geholfen, aber wir könnten mehr aktivieren."
850 Mitglieder
Die Initiative hat insgesamt 850 Mitglieder. "Alle sind engagiert dabei sind, weil es um ihre eigene Heimat geht. Selbstverständlich ehrenamtlich", so Leitner, der auch Zahlen hat, die belegen, dass der Lkw-Verkehr seit dem Erlass des Tonnagelimits vor etwa einem halben Jahr zurückgegangen ist. Am Pötschenpass wurde ein Rückgang von 25 Prozent täglich gemessen, was etwa 150 Lkw entspricht, "Trotzdem fahren noch immer viel zu viele illegal - im gesamten Gebiet rund 1700 während der Sommermonate, viele Lkw sogar von ein- und demselben Frächter."

















