Wieder Wilderer am Werk
Zum dritten Mal binnen einer Woche hat vermutlich ein und derselbe Wilderer im Bezirk Liezen zugeschlagen. Wie die Sicherheitsdirektion Steiermark am Sonntag mitteilte, hat er einen Hirsch erlegt und dem Tier das Haupt mit der Trophäe abgetrennt.

Foto © APA
Mit Wilderer-Romantik hat das wenig zu tun, was sich seit einer Woche im Gesäuse abspielt. Drei Hirsche hat ein Unbekannter bereits erlegt - jeweils in den Nachtstunden vom Auto aus abgeschossen. Die Polizei steht noch vor einem Rätsel und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Das letzte Opfer des Wildschützen wurde am Samstagabend im Bereich St. Gallen gefunden. Auf einer Wiese, nur etwa 50 Meter neben der Buchauer Straße, entdeckte ein Jäger den Körper eines Hirsches, dem das Haupt abgetrennt worden war. Das Rotwild dürfte bereits in der Nacht zuvor erlegt worden sein. Jetzt versucht die Polizei anhand der Spuren Rückschlüsse auf die Waffe zu ziehen.
Es dürfte sich höchstwahrscheinlich um denselben Schützen handeln, der schon in der Nacht auf Montag in Weng mit einem Kleinkalibergewehr einen kapitalen Hirsch der Klasse eins erlegt hatte. Doch das Tier konnte sich noch ins Dickicht flüchten, bevor es verendete - und wurde vom Wilderer nicht gefunden. Mehr Jagdglück hatte der Unbekannte dann in der Nacht auf Freitag in Admont. Neben der B 146 im Bereich Gesäuseeingang schoss er einen weiteren Hirsch, diesmal streifte er auch die Trophäe ein. Allein der finanzielle Schaden - betroffen sind Eigenjagden bzw. die Landesforste - übersteigt bereits 20.000 Euro.
Die Polizei (St. Gallen Tel. 0 59 133 - 6344 bzw. Admont - 6341) bittet die Bevölkerung, die Augen offen zu halten und hofft auf Hinweise. WILFRIED ROMBOLD

















