Betrieb illegal geführt
Beherberger in Schladming hat keine Genehmigung, bei Kontrolle wurde auch illegale Beschäftigung festgestellt. Nicht der erste Verstoß.

Foto © Scherau/Sujet
Der Betrieb im Schladminger Ortsteil Klaus ist den Polizisten des KFD (Koordinierter Fremdenpolizeilicher Dienst) bereits seit Längerem bekannt. Besitzer ist seit 2008 eine russische Gesellschaft, der 42-jährige Geschäftsführer stammt aus einer ehemaligen Sowjetrepublik, ist aber mittlerweile österreichischer Staatsbürger.
"Seit dem Erwerb wird illegal vermietet die notwendigen Genehmigungen fehlen", erklärt ein Ermittlungsbeamter. Auch die russische Nationalmannschaft sei in dem Haus ein- und ausgegangen. Es folgten Anzeigen bei der Bezirksverwaltungsbehörde und Strafen, dennoch sei laut Polizei weiter vermietet worden.
Vor wenigen Tagen wurde wieder kontrolliert, "und wir mussten feststellen, dass der Betrieb mit den fünf Appartements und 20 Betten nach wie vor illegal betrieben wird", so der Polizist. Außerdem sei bei der Kontrolle festgestellt worden, dass illegale Beschäftigung stattfindet. Dabei handelt es sich um drei Ukrainer, darunter ein Ehepaar im Alter von 67 und 69 Jahren. Der Geschäftsführer wurde wegen des Verdachtes der illegalen Gewerbeausübung, illegaler Ausländerbeschäftigung und Abgabenhinterziehung angezeigt.
Im Februar führte die Spezialeinheit Schwerpunktkontrollen in Ramsau, Tauplitz und Schladming durch, das Resümee der Polizei: Die aktuelle Beanstandung ist kein Einzelfall. So wurde auch in der Ramsau ein Betrieb entdeckt, der über keine Gewerbeberechtigung verfügt.
Die Beobachtung der Polizei: "Vor allem Personen aus Ostländern, etwa aus Russland und sehr stark Tschechien, kaufen hier meistens ältere Objekte auf und versuchen dann mit Vermietung Geld zu verdienen." Manchen fehle vielleicht auch der rechtliche Hintergrund: "Die wissen gar nicht, was wir von wollen, wenn wir vor der Türe stehen und Genehmigungen sehen wollen", erklärt der Polizist aus der Praxis.
















