Ansturm auf Disco-Messe
Hartbergs Pfarrer Josef Reisenhofer feierte am Halloween-Abend einen Gottesdienst in der Großdiscothek Excalibur. Hunderte Gäste kamen.
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Mit einem einstündigen Wortgottesdienst in der Disco Excalibur markierte Hartbergs Pfarrer Josef "Joe" Reisenhofer einen viel beachteten Kontrapunkt zum keltischen Halloween-Brauchtum. "Um Leben und Tod" lautete das auf Videowall projizierte und zu den Klängen Michael Jacksons präsentierte Motto der Jugendmesse.
Der Pfarrer konnte für diese Idee nicht nur die Jugend begeistern. Unter den mehreren hundert Besuchern befanden sich Eltern mit ihren schulpflichtigen Kindern, Schulter an Schulter mit routinierten Disco-Gehern, ebenso wie Opa und Oma. Während sich die Jüngsten in den vordersten Reihen drängten, platzierten sich die älteren Semester in Übersichtspositionen. Die strategischen Plätze an den Bars und in Sitznischen befanden sich in Besitz der Disco-Erfahrenen. Das Rauch- und Getränkeausgabeverbot wurde lückenlos eingehalten, lediglich via Mobiltelefon wussten manche ihren Freunden live zu berichten. Zu Beginn der Messe erklärte Dechant Reisenhofer seinen ungewöhnlichen Schritt: "Unsere Missionare sind in den Dschungel Afrikas und Indiens gegangen. Ich gehe in den Disco-Dschungel!"
Mit einem Vaterunser endete die viel umjubelte, aber auch viel diskutierte Jugendmesse. Beim Verlassen des Discobunkers gab's positive Reaktionen: "Klass!", "Super", "Des wor cool, Papa!"
Der Pfarrer selbst stand wegen seiner Aktion im Mittelpunkt intensiven Medieninteresses - zahlreiche TV-Sender zeichneten den Wortgottesdienst auf und per Live-Schaltung war die Aktion über Internet weltweit übertragen worden.















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