Gemeinsam in die Zukunft
Bei der Podiumsdiskussion "Zukunft des Liesingtales" verrieten die Bürgermeister der vier Gemeinden konkrete Kooperationsprojekte.
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Bei der Kleine Zeitung-Podiumsdiskussion im Museumshof Kammern sind viele Themen zum Gespräch gekommen. Auch die Zuhörer haben sich eingebracht und ihre Meinungen und Fragen artikuliert.
Man solle sich vehementer gegen die Direktiven des Landes erheben, meinte etwa Hans Grössing aus Kalwang. "Die Gemeinden sind über Jahrhunderte gewachsen und sollen eigenständig bleiben." Anders Karl Hubner aus Mautern: Er sei zwar nicht kategorisch gegen Fusionen, aber: "Es kommt mir vor, dass die Starken sich verbünden sollen und die finanziell Schwächeren schauen müssen, wo sie bleiben."
Das lang gestreckte Liesingtal sei für eine Fusion aller Gemeinden alleine von der Geografie her nicht ideal, betonte Karl Dobnigg, Bürgermeister von Kammern, der auch auf ein Programm mit 18 Punkten verwies, das von den vier Gemeinden für eine Zusammenarbeit entworfen wurde. So wollen die Gemeinden Kammern, Mautern, Kalwang und Wald am Schoberpass etwa ab Herbst Flächen für Betriebsansiedlungen gemeinsam bewerben. Sollte sich ein Betrieb ansiedeln, wolle man auch die Kommunalsteuern unter den vier Gemeinden aufteilen.
Im kommenden Jahr soll nach einer längeren Verzögerung auch das gemeinsame touristische Leitprojekt "Erlebniswege" aus der Taufe gehoben werden, wie Hannelore Wölfler, Obfrau des Tourismusverbandes Palten-Liesing-Erlebnistäler, ausführte. Man müsse aber die Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe, die "am nächsten am Gast" seien, dazu bringen, sich aktiver in die touristische Arbeit einzubringen - eine Meinung, die Wölfler mit Robert Rothleitner, Amtsleiter von Wald am Schoberpass, teilt. "Wir haben noch viel zu lernen in touristischer Hinsicht", so auch Rüdiger Böckel, Arzt in Kammern.
Unterschriften
Breite Unterstützung aller Nachbargemeinden gibt es auch für die Unterschriftenaktion von Andreas Kühberger, Bürgermeister von Mautern, für das Landesaltenpflegeheim. "Wir dürfen nicht zulassen, dass es heruntergefahren wird und Plätze nicht mehr vergeben werden", meinte Dobnigg. Mario Angerer, Bürgermeister von Kalwang, erklärte, dass eine reine Verbandslösung zwischen den Gemeinden derzeit keine Unterstützung des Landes erfahre: "Wir haben einen klipp und klaren Auftrag vom Land und müssen nun mit Wald am Schoberpass schauen, was unter dem Strich herauskommt", so Angerer. Was er von einer Bürgerbefragung zum Thema Fusion halte, wird Angerer von Klemens Draxl, FP-Gemeinderat aus Kalwang, gefragt. Er habe schon in der Gemeindezeitung um Rückmeldungen der Bürger gebeten: "Bis auf zwei ist da nichts gekommen", bedauerte Angerer. Und Rothleitner: "Jetzt kommen wir ohnehin in eine Phase, bei der wir verstärkt mit den Bürgern kommunizieren werden."











