Schisaison: Mäßiger Start, guter Abschluss
Nun ist sie endgültig vorbei - die Schisaison 2009/10. Am Ostermontag gab es am Präbichl den letzten Liftbetrieb dieser schwierigen Saison. Die Bilanz fällt aber dennoch positiv aus.
Der heurige Winter hatte vor allem zu Beginn für die Schiliftbetreiber einige Prüfungen parat. Eine davon war das zähe Anlaufen der Saison, bedingt durch den Schneemangel und das warme Wetter, das auch Beschneiungen erschwerte.
"Unsere Saison war heuer kürzer als die vorangegangenen, weil wir aufgrund des lange anhaltenden warmen Wetters erst mit 18. Dezember in Betrieb gehen konnten. Dann ist auch noch das Weihnachtstauwetter dazu gekommen", erklärt Josef Löcker, Geschäftsführer der Präbichl-Bergbahnen. In Vollbetrieb, also inklusive Polster, konnte man sogar erst am 10. Jänner gehen. "Was in der Weihnachtszeit verloren geht, lässt sich einfach nicht mehr aufholen", so Löcker aus langjähriger Erfahrung.
Wenngleich er einräumt, dass es danach beste Schnee- und Pistenbedingungen gegeben habe, die auch zu vielen positiven Rückmeldungen der Schifahrer geführt haben. "Wir haben dann doch noch an die vorangegangenen Saisonen anschließen können", erklärt der Geschäftsführer. Ein wenig sei auch die schlechtere wirtschaftliche Lage spürbar gewesen, allerdings nur in Bezug auf Tagesgäste.
Die Tendenz bei Übernachtungsgästen sei nach wie vor steigend. "Vor allem im Bereich der Viertages- und der Wochengäste", so Löcker. Deshalb sei man auch in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Vordernberg bestrebt, in nächster Zeit die Bettenkapazitäten zu steigern. Etwa im Bereich des Hüttendorfs, das sehr gut angenommen werde.
Energieferien
Auch Mario Leitner von den Sonnbergliften in Wald am Schoberpass spricht davon, dass die Saison heuer zu kurz gewesen sei. Da es bei den Sonnbergliften keine Vollbeschneiung gibt, habe vor allem das Geschäft rund um Weihnachten wegen des fehlenden Schnees gelitten. "Durch die guten Pisten- und Schneeverhältnisse in den Energieferien sind wir aber dennoch mit einem blauen Auge geschlüpft. Wir hoffen wieder auf schneereichere Winter, denn was man im Weihnachtsgeschäft verliert, kann man nicht mehr aufholen", so Leitner. Aufgrund des nicht optimal verlaufenen Winters, werde es bei den Sonnbergliften in Wald am Schoberpass für die kommende Saison keine größeren Investitionen geben.
Sehr zufrieden zeigt sich hingegen Eberhard Rosemann, interimistischer Geschäftsführer des Wild- und Freizeitparks Elfenberg in Mautern, mit der abgelaufenen Wintersaison. "Wir haben im heurigen Winter einige Angebote mehr gehabt, etwa das Schidoofahren, und wir hatten auch den Wildpark geöffnet. Außerdem haben wir eine gute Zusammenarbeit mit dem örtlichen Wintersportverein gehabt, mit dem wir einige erfolgreiche Schirennen auf perfekten Pisten durchgeführt haben", erklärt Rosemann. Das habe schon etwas gebracht. In Mautern sei man mit den Besucherzahlen auf jeden Fall zufrieden. Auch die Rodelbahn sei gut angenommen worden, ebenso wie das Kinderland. "Wir konnten unsere Besucherzahlen beinahe verdoppeln, und wenn das Wetter an manchen Wochenenden besser mitgespielt hätte, dann hätten wir noch mehr geschafft", betont Rosemann. Er ist überzeugt, dass, wenn das Preis-Leistungsverhältnis und das Angebot passen, die Leute es auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten annehmen.







