Versöhnliches fürs Vordernbergertal
Hannes Missethon und Desmond Doyle planen mit "art of reconciliation" im nächsten Jahr wieder ein großes Kulturfestival im Vordernbergertal. Mit Einbeziehung der Bevölkerung.
Die Kunst - und Kulturinitiative "art of reconciliation", die im Vorjahr von Hannes Missethon und Desmond Doyle aus der Taufe gehoben wurde, ist äußerst erfolgreich unterwegs. Seit ihrem Engagement beim Versöhnungstag im Mai dieses Jahres in Marburg, an dem der Dalai Lama und die Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus und Rigoberta Menchu Tum teilgenommen haben, laufen die Telefone der Kulturinitiative heiß.
"Wir konnten in Marburg sehr viele internationale Kontakte knüpfen", erklärt Doyle. Und diese wollen Doyle und Missethon weiter ausbauen, um in der Region zum Thema Versöhnung einiges auf die Beine zu stellen. "Wir planen für nächstes Jahr ein Festival im Vordernbergertal mit Künstlern aus Guatemala, Pakistan oder Liberia, und der Höhepunkt soll eine Friedenskonferenz mit den Nobelpreisträgern Yunus und Menchu sein. Entweder zur Eröffnung oder zum Abschluss des Festivals", verrät Doyle die vielversprechenden Pläne. Für Sponsoren, die für so eine Veranstaltung unabdingbar notwendig sind, soll es persönliche Kontakte mit den Nobelpreisträgern geben.
"Wir wollen aber auch Schulen und alle ansässigen Organisationen in unser Vorhaben einbinden, damit es ein Wir- und kein Uns-Fest wird", betont Doyle. Missethon und Doyle möchten mit "art of reconciliation" längerfristig in der Region Projekte mit Nobelpreisträgern und unter deren Schirmherrschaft umsetzen. "Es soll zukünftig eine eigene Marke für die Region werden. Ein kleines Forum Alpbach, das Menschlichkeit und Versöhnliches in den Mittelpunkt stellt", erklärt Doyle.
Doyle, der in Vordernberg lebt, setzt auch große Hoffnungen in die geplante Fusion der Gemeinden im Vordernbergertal. "Diese bringt sicherlich auch einen neuen Geist mit sich, um für solche Projekte offen sein zu können. Wir wollen die Projekte konzipieren und organisieren, aber es geht uns vor allem auch darum, dass die Menschen aus der Region ihre Ideen einbringen", betont Doyle.
Fusion
Er persönlich freue sich schon auf die Zusammenlegungen der Gemeinden, denn er ist überzeugt, dass die Zukunft in noch größeren Kooperationen liegen werde. Er bedankt sich auch bei den Menschen in der Region, die bisher schon an den Kunst- und Kulturprojekten mitgearbeitet haben, etwa im Vorjahr mit den Bogside Artists in Vordernberg.
"Wir werden jetzt mit weltweiten Einladungen bombardiert, um Kunst- und Kulturprojekte zu konzipieren", erklärt Doyle. Etwa in Palästina oder in New York und London. "Leider waren diese Projekte für uns zu kurzfristig", so Doyle.
Im September oder Oktober werde es auch eine neue CD von "Desmond Doyle and Friends" mit dem Titel "For a While" geben, in der positive Ereignisse ihrer Projekte in Liedern festgehalten werden.
Features
Versöhnung
"art of reconciliation" ist eine Kunst- und Kulturinitiative, die im Vorjahr vom Leobener Hannes Missethon und Desmond Doyle aus Vordernberg ins Leben gerufen wurde.
Internationale Kunst- und Kulturprojekte stellen das Thema Versöhnung ins Zentrum.








