"Wir wollen 50 Prozent"
Nach Gai wurde nun auch in St. Peter-Freienstein eine Unterschriftenaktion gestartet, die sich für Fusionsgespräche mit Trofaiach ausspricht.

Foto © Wieser
Knapp vor der Gemeinderatssitzung in St. Peter-Freienstein, in der ein Grundsatzbeschluss zur Debatte steht, mit Leoben für eine mögliche Gemeindefusion in Verhandlungen zu treten, starteten zwei Bürger eine Unterschriftenaktion. Diese befürwortet Verhandlungen mit den Gemeinden Trofaiach, Hafning und Vordernberg.
Arnold Kozel und Andreas Jocher sind seit vier Tagen unterwegs, um Unterschriften zu sammeln: "Wir haben bis jetzt schon weit mehr als 300 Unterschriften zusammen und machen auf jeden Fall noch bis zur Gemeinderatssitzung in St. Peter-Freienstein weiter, wo wir ein Zwischenergebnis vorlegen wollen", erklärt Kozel. Es gebe sehr wohl einige Leute, die Verhandlungen mit Leoben bevorzugen würden und auch St. Peterer, denen es egal sei, wohin sich die Gemeinde orientiert, aber: "Der Prozentsatz derjenigen, die nach Trofaiach wollen, ist bei denen, die wir bis jetzt gefragt haben, sehr hoch", so Kozel. Jocher und er legen Wert darauf, dass es sich um eine private Eigeninitiative handelt - ohne parteipolitischen Hintergrund.
Entscheidendes Ereignis
"Es ist keine Verhandlungsbasis, sich Leoben anzubiedern. Sicher könnten wir noch später zu Trofaiach, Hafning und Vordernberg stoßen, wenn es mit Leoben nicht klappt. Aber Trofaiach hat ja auch einen Fahrplan für die Verhandlungen. Jetzt könnten wir mitgestalten", meint Kozel. Die Entscheidung für eine Gemeindefusion sei ein "entscheidendes Ereignis: "Das können nicht 15 Gemeinderäte alleine entscheiden. Da müsste schon auch die Bevölkerung gefragt werden, wie es in dieser Angelegenheit weiter geht." Außerdem fordert er Informationen ein, was eine Gemeindefusion bringen könnte.
Nun wolle man schauen, wie die Gemeinderatssitzung in St. Peter verlaufe: "Dann werden wir vielleicht mit der Unterschriftenaktion weitermachen. Unser Ziel wäre es, minimal 50 Prozent der Wahlberechtigten auf unsere Liste zu bekommen", meint Kozel.







