Die Entscheidungen für die Gemeindefusionen laufen
In Traboch wurde bereits eine klare Entscheidung getroffen. Heute soll eine in Leoben fallen. Gai und St. Peter-Freienstein brauchen noch Zeit.
GAI/LEOBEN/TRABOCH/ST.PETER-FREIENSTEIN. Wie berichtet, führte das Thema Gemeindestrukturreform bei der Bürgerversammlung in der Gemeinde Gai zu heftigen Debatten. Bürgermeister Bernhard Zechner erklärte dabei, dass er für Gai bessere Zukunftschancen durch eine Fusion mit den Gemeinden Leoben, Traboch und St. Peter-Freienstein sehe als durch einen Zusammenschluss mit Trofaiach, Hafning und Vordernberg. Etliche Bürger, die der Versammlung beiwohnten, ließen aber ihre Präferenz für Trofaiach erkennen. Vor allem jene, die an den Gemeindegrenzen zu Trofaiach wohnen, wo es bereits eine Unterschriftenaktion für eine Fusion mit Trofaiach geben soll. Zechner möchte nicht über die Bürger "drüberfahren" und bemüht sich nun, Bürger und Gemeinderat für Leoben zu überzeugen. "Dafür versuche ich in Absprache mit dem Land, etwas Zeit zu gewinnen", so Zechner.
Während man in Gai noch mit einer Entscheidungsfindung beschäftigt ist, sind in der Gemeinde Traboch die Würfel bereits gefallen, wie Bürgermeister Franz Toblier erklärt. Hier hat man mit einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss entschieden, in Verhandlungen mit Leoben, St. Peter-Freienstein und Gai zu treten. Die gleiche Entscheidung soll heute, Mittwoch, in der Gemeinderatssitzung in Leoben getroffen werden. Und wie schaut es in St. Peter-Freienstein aus? "Wir versuchen, Mitte April einen Beschluss im Gemeinderat für die Fusionsgespräche zu fassen", erklärt Bürgermeisterin Anita Weinkogl. Auch ihre Präferenz geht nach Leoben. Vor der Gemeinderatssitzung soll es noch eine SP- und VP-Fraktionssitzung geben.
ANDREAS SCHÖBERL, ANDREA WALENTA








