Vordernberger als eigene Nahversorger
Die Nahversorgung in Vordernberg soll unbedingt erhalten bleiben. Nun wollen 16 Einwohner des Marktes diese selbst in die Hand nehmen.
Lieber gestern als heute würde Engelbert Wechselberger, der das einzige Lebensmittelgeschäft in Vordernberg betreibt, diesen Standort aufgeben (wir berichteten). Schon vor einem Jahr sah er aufgrund des "hohen Kostendrucks" das Vordernberger Geschäft, aber auch die in St. Stefan und Kammern gefährdet.
Nun scheint sich eine Lösung für Vordernberg abzuzeichnen, wie Bürgermeister Walter Hubner bestätigt. "Wir wollen eine Genossenschaft gründen, an der 16 Privatleute beteiligt sind. Im Moment sind wir dabei, die Rahmenbedingungen abzuklären", erzählt er. Mit Wolfgang Schwab von der Pfeiffer-Gruppe, zu der die "Nah & Frisch"-Märkte gehören, sei man schon "im Gespräch". "Und auch die Wirtschaftskammer unterstützt uns. Wir müssen ja wissen, wie beispielsweise die Kosten-Nutzen-Rechnung ist", so Hubner.
Verkleinerung
Auf jeden Fall stehe jetzt schon fest, dass die Geschäftsfläche verkleinert werden müsse, wenn die Nahversorgung vom jetzigen Geschäftslokal am Hauptplatz, das der Pfeiffer-Gruppe gehört, weitergeführt wird. "Wir brauchen nicht das gesamte Sortiment. Es ist nicht notwendig, 20 verschiedene Waschmittel oder Zahnpasten anzubieten. Dafür haben wir ja einen Drogeriemarkt im Ort. Wir wollen wirklich nur Nahversorger sein, und die Grundversorgung sichern", sagt Hubner.
Um die Genossenschaft "starten" zu können, sei laut erster Schätzung ein Startkapital von etwa 70.000 Euro notwendig.







