Der Pechvogel will abheben
Für Michael Brandner wird es mit den ÖSV-Kader-Limits eng.
SCHI NORDISCH. 29, 32, 25, 35, 42 - das sind keine Zahlen der Lottoziehung, sondern die Platzierungen des Nordischen Kombinierers Michael Brandner in der heurigen Saison. Es läuft alles andere als rund beim 20-Jährigen, der noch im vergangenen Jahr über Platz sechs bei der Junioren-Weltmeisterschaft und einen Sieg im Alpen-Cup jubeln durfte.
Die Misere des Hafningers hat schon im November angefangen. "Im Grunde hat mir ein einziger schlechter Tag die ganze bisherige Saison verhaut", sagt Brandner. Er meint damit den ÖSV-internen Weltcup-Qualifikationsbewerb in der Ramsau. "Die vier Besten sind zum Weltcup gefahren. Ich habe die Quali so versemmelt, dass sich nicht einmal der Continentalcup ausgegangen ist."
In weiterer Folge kam auch noch das Pech dazu. Für die Continentalcup-Bewerbe in Szczyrk (Polen) wäre Brandner qualifiziert gewesen, dann machten ihm aber das schlechte Wetter und die daraus resultierende Absage einen Strich durch die Rechnung. So startete der junge Mann erst vor eineinhalb Wochen in Norwegen richtig in die Saison.
Dass jetzt auch noch der Platz im ÖSV-B-Kader in Gefahr ist, ist Brandner bewusst. "So darf es nicht weitergehen, das ist klar ", sagt er. Damit er im B-Kader der Nordischen Kombinierer bleiben kann, sind heuer noch zwei Top-20-Ergebnisse im Continentalcup nötig. "Mittlerweile mache ich mir selbst den Druck, dass es klappen muss. Aber das geht nach hinten los, ich sollte die Sache mit mehr Lockerheit angehen", erklärt Brandner. Vielleicht gelingt ihm ja ausgerechnet beim Heimbewerb in Eisenerz (11. und 12. Februar) die Trendwende. MARTIN MANDL








