Eine Kulturreise an das andere Ende der Welt
Ein Stipendium ermöglicht drei Studierenden aus dem Bezirk eine Reise durch Neuseeland, bei der es um interkulturellen Austausch geht.

Foto © PrivatMaeve Doyle mit den Bogside Artists bei ihrem künstlerischen Schaffen in Vordernberg. Sie wird ihren 20. Geburtstag in Neuseeland feiern
Neuseeland - wir kommen! Maeve Doyle (19) und Matthias Scharfe (25) aus Vordernberg scharren in den Startlöchern, denn am 3. Februar geht es auf nach Neuseeland. Für dreieinhalb Wochen.
"Wir haben für diese Reise von ,art of reconciliation' ein Stipendium bekommen und werden die Kultur am anderen Ende der Welt kennenlernen und erkunden", erklärt Maeve Doyle, die in Graz Englisch und Italienisch auf Lehramt studiert.
In Neuseeland stößt noch Michael Domian dazu, der bereits seit eineinhalb Jahren in Neuseeland Geschichte, Italienisch und Film studiert. "Michael hat uns schon sehr viel über die Offenheit und Gelassenheit der Menschen in Neuseeland erzählt, das ein Schmelztiegel an Kulturen ist und sehr international", so Doyle. Auch an der Uni gebe es sehr viele verschiedene Nationalitäten. "Wir wollen uns anschauen, wie die Menschen dort mit der alten Kultur der Maoris umgehen, aber auch mit der internationalen Vielfalt und den verschiedenen Welten", erklärt Maeve.
Die drei Studierenden werden von Oakland aus mit Auto und Zelt Neuseeland durchkämmen. "Wir sind absolute Selbstversorger. Auf diese Weise können wir das Land am besten kennenlernen", sind Doyle und Scharfe überzeugt.
Geplant ist, ein Reisetagebuch anzulegen und regelmäßig die Neuigkeiten und Erlebnisse in Form von Texten, Bildern und Videos via Facebook für alle zugänglich zu machen.
"Ich gehe sehr offen an die Sache heran und bin schon sehr gespannt auf diese Reise", verrät Doyle. Sie hat von Beginn an beim Projekt "art of reconciliation", der Kunst der Versöhnung, mitarbeitet. Diese hat im Vorjahr mit den nordirischen Künstlern "Bogside Artists" in Vordernberg ihren erfolgreichen Anfang gemacht, in der die Bewältigung des Nordirlandkonflikts im Mittelpunkt gestanden ist.
Versöhnung
"Unser Neuseeland-Projekt ist wieder eine andere Art der Versöhnung", so Doyle, die Kultur, Kunst und Sprachen auch ihre vorrangigen Hobbys nennt. Bisher verbindet sie Neuseeland mit den Filmen von Herr der Ringe, mit gigantischen Landschaften und vielen Schafen. Außer bei organisatorischen Dingen erwartet Doyle keine große Schwierigkeiten auf der Reise. Sie kann bereits auf Reiseerfahrung zurückgreifen. "Allerdings nur innerhalb Europas", so Doyle.
Sehr gespannt auf diese Reise ist auch der Jus- und Geschichtestudent Matthias Scharfe. "Ich bin nicht übertrieben aufgeregt, aber angespannt. Ich erwarte mir starke Eindrücke, und dass ich für mich etwas lernen kann. Aber ich möchte auch anderen etwas mitgeben, um Vorurteile abbauen zu können", so Scharfe, der in seiner Freizeit gerne liest und Tennis spielt. Wenngleich die Freizeit gegenwärtig etwas kurz kommt, da sich sein Studium dem Ende zuneigt. Aber jetzt heißt es: Neuseeland - wir kommen!
Features
FAKTEN
Die Reise nach Neuseeland beginnt am 3. Februar in Wien und dauert dreieinhalb Wochen.
Die drei Studierenden wollen mit ihrem Stipendium Kultur und das Zusammenleben verschiedenster Nationen kennenlernen und via Facebook regelmäßig eine Art Reisetagebuch für alle Interessierten zugänglich machen.








