Schubhaft: Vieles muss unter einen Hut
Gestern machte das Team vom Wiener Architekturbüro Sue einen Lokalaugenschein in Vordernberg. Die drei jungen Architekten werden das Schubhaftzentrum planerisch umsetzen.
Quelle © KLZ Digital Schubhaftzentrum Vordernberg - Erste Pläne
Zwei Flaschen Prosecco haben Michael Anhammer, Harald Höller und Christian Ambos vom Wiener Architektenteam Sue in der vergangenen Woche geköpft: Schließlich konnte das Team den Planungsauftrag für das 20 Millionen Euro-Bauprojekt Schubhaftzentrum in Vordernberg an Land ziehen und sich gegen 41 Mitbewerber durchsetzen. Gestern statteten Anhammer, Höller und Ambos Bürgermeister Walter Hubner einen Besuch in Vordernberg ab, um sich den Bauplatz anzusehen.
Schnelle Entscheidung
Die Entscheidung, am Wettbewerb teilzunehmen, sei schnell erfolgt: "Wir haben gedacht, dass wir mit unserem Büro etwas zum Projekt beitragen können. Außerdem hatte die Bundesimmobiliengesellschaft als Auslober eine Vision und eine starke Jury war Garant für ein tragfähiges Ergebnis", führt Anhammer aus.
Ein ähnliches Projekt wie das 9500 Quadratmeter große Schubhaftzentrum, in dem 170 neue Arbeitsplätze entstehen sollen, habe man noch nie geplant, aber: "Wir sind der Meinung, dass man an einem Wettbewerb nur teilnehmen soll, wenn man sich sicher ist, dass man etwas beitragen kann. Und da haben wir von Anfang an ein gutes Gefühl gehabt", meint Höller. Außerdem setze man auf eine breite Basis: "Wir wollen nicht zehn Mal dasselbe machen. Es ist schön an der österreichischen Architektenlandschaft, dass sich junge Teams über Projekte drübertrauen und die Möglichkeit bekommen, neue architektonische Antworten zu geben", so Anhammer.
Die Herausforderung sei gewesen, Anforderungen wie kurze Wege im Inneren des Komplexes, hohe Aufenthaltsqualität und Freiräume für die Schubhäftlinge, den Sicherheitsaspekt und die Präsenz des Komplexes nach außen unter einen Hut zu bringen.







