Protest wegen Liftbetrieb
Präbichl: Nach den Ferien soll der Polster-Einsersessellift aus wirtschaftlichen Gründen nur am Wochenende fahren. Schifahrer protestieren.
Genau 1224 Meter lang ist der Einsersessellift auf den Polster hinauf und überwindet dabei 550 Höhenmeter. Läuft er im Vollbetrieb, kann der Lift, der 1947/48 errichtet wurde, 242 Menschen pro Stunde befördern.
Zahlen, wovon die Betreiber des Lifts von den Präbichl Bergbahnen meistens nur träumen können. Vor allem wochentags. "Es sind Tage dabei, da verzeichnen wir bei dem Lift gerade einmal zehn bis 15 Beförderungen pro Tag. Das ist wirtschaftlich gesehen ein Wahnsinn, denn wir brauchen ja zwei Leute, um den Betrieb dort aufrecht zu erhalten. Einer muss bei der Talstation sein, einer bei der Bergstation" erklärt Josef Löcker. "Deshalb haben wir uns entschieden, den Lift nach den Ferien nur noch am Wochenende in Betrieb zu nehmen. Bis zum Ferienende fährt er aber natürlich durch", führt der Geschäftsführer aus.
Verärgerung
Doch genau dieser Umstand ärgert so manchen Schifahrer. "Am Präbichl gärt es", weiß Christian Pirkner, und er weiß noch mehr: "Eine stattliche Anzahl von Schifahrern ist bereit, auf die Straße zu gehen, um auf die Situation hinzuweisen." Er ist auch Initiator einer Unterschriftenaktion gegen die Wochentag-Sperre des Einsersessellifts. "Tagesschifahrer, Saisonkartenkäufer und Schiurlauber fühlen sich ,rossgetäuscht' und betrogen, denn viele Schifahrer kaufen wohl eine Saisonkarte im Vertrauen auf Inbetriebnahme sämtlicher angepriesener oder im Prospekt ausgezeichneter Einrichtungen", macht Pirkner seinem Ärger freien Lauf.
Und er glaubt, es sei der falsche Weg, wirtschaftliche Gründe für diese Einschränkung anzuführen, denn "damit kommen immer weniger Schifahrer". Unter den Schifahrern bestehe höchstes Interesse, diesen Polster Classic Sessellift, sofern es die Schneelage erlaube, in Betrieb zu halten. Das wolle man dem Eigentümer der Präbichl Bergbahnen, der Marktgemeinde Vordernberg, mit vielen Unterschriften zeigen.








