Fekter setzt voll auf Vordernberg
Das Volk muss zwar erst am 20. Dezember entscheiden, aber die Innenministerin und der Bürgermeister sind überzeugt: "Die Chancen für ein Schubhaft-Zentrum in Vordernberg sind gut."

Foto © David Bauer
Der Gemeinderat von Vordernberg hat sich - wie berichtet - für ein Schubhaft-Zentrum ausgesprochen. Jetzt ist die Bevölkerung an der Reihe. Für den 20. Dezember 2009 ist eine Volksbefragung vorgesehen. Innenministerin Maria Fekter und Bürgermeister Walter Hubner sind zuversichtlich, dass das Referendum positiv ausgeht. "Wir gehen davon aus, dass die Gemeindebürger das Projekt mittragen."
Für Bürgermeister Walter Hubner ist es eine Riesenchance für Vordernberg. "Wenn die Leute in sich gehen, werden sie das auch erkennen", sagt der Gemeindechef und erntet viel Lob von der Innenministerin. "Wir sind stolz, einen solchen Partner zu haben", sagte sie gestern bei einem gemeinsamen Besuch in der Kleinen Zeitung.
Fekter will im Jänner 2010 in Vordernberg einen Lokalaugenschein durchführen und mit den Bürgern diskutieren. In einem Prospekt mit zehn Fragen und Antworten kann sich das Volk bereits jetzt schon über das Projekt informieren. Auch Hausbesuche habe man bereits durchgeführt, so der Bürgermeister. Das Echo sei positiv. Denn: "Ein Schubhaft-Zentrum bedeutet für Vordernberg eine Fülle von Arbeitsplätzen", betont Fekter und Bürgermeister Hubner fügt hinzu: "Wir können damit die Infrastruktur absichern, die uns sonst wegbricht. Mit dem Projekt tut sich für die Gemeinde einiges auf."
Erstaufnahme-Zentrum
Wird das Schubhaft-Zentrum in Vordernberg gebaut, kommt das für den Süden Österreichs geplante Erstaufnahme-Zentrum nach Kärnten. Laut Fekter gäbe es dafür bereits ernst zunehmende Bewerber. Insgesamt zehn Gemeinden würden für ein Erstaufnahme-Zentrum bereits Interesse bekunden.









