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Zuletzt aktualisiert: 10.07.2012 um 20:56 UhrKommentare

Unwetter traf Kraubath mit voller Wucht

Kraubath war von den jüngsten Unwettern im Bezirk Leoben besonders stark betroffen. 64 Mann von den Feuerwehren und der Polizei waren rund um die Uhr im Einsatz.

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Keine Verschnaufpause war den Feuerwehrleuten in den vergangenen Tagen gegönnt. Auch im Bezirk Leoben hatten sie wegen der heftigen Unwetter mit Sturmböen, Hagelschauern und Starkregen alle Hände voll zu tun. Besonders stark betroffen war vorgestern am Nachmittag und in den Abendstunden das gesamte Ortsgebiet von Kraubath. Es entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe.

"Wir hatten insgesamt 27 Einsätze zu verzeichnen. Vor allem handelte es sich um Sturmschäden, wo Bäume auf Häuser gefallen sind. Zwei Fahrer sind durch den starken Hagelschlag von der Straße abgekommen und verunfallt", so Franz Poschacher, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Kraubath. Auch Mitglieder der FF St. Stefan, Kaisersberg, Trofaiach und Kammern seien angefordert worden. 64 Mann insgesamt. Ein Pkw sei fast in den Kraubathbach gestürzt und auf der Böschung hängen geblieben, ein Lkw sei bei einer Brücke stecken geblieben und habe vom Kran der FF Trofaiach geborgen werden müssen, führt Poschacher aus. Gegen 19 Uhr habe der Starkregen vorgestern Abend im Bereich Leising, Bundesstraße und in der Gartensiedlung Überflutungen verursacht. Auch gestern waren noch zehn Mann der FF Kraubath im Einsatz, um die Aufräumungsarbeiten voranzutreiben. "Außerdem sind acht Leute vom Maschinenring im Einsatz und die Steweag versucht, die Stromversorgung im Kraubathgraben wieder herzustellen", erklärte Poschacher gestern. Noch gestern seien zwei Gehöfte von der Umwelt abgeschnitten gewesen.

Kurzzeitig war vorgestern sogar das gesamte Ortsgebiet von Kraubath etwa eineinhalb Stunden lang ohne Strom. "Umgestürzte Bäume hatten die Stromleitungen beschädigt", vermeldet die Polizei. Beim Bahnhof Kraubath hatten die Sturmböen Wellblechdächer auf die Gleise geweht, sodass die Südbahnstrecke der ÖBB kurzfristig gesperrt werden musste. Gegen 18.30 Uhr habe sich die Lage wieder deutlich entspannt. "Personen wurden keine verletzt, aber es entstand schwerer Sachschaden", bilanziert die Polizei über die Unwetter in Kraubath.

Auch im übrigen Bezirk war die Hilfe der Einsatzkräfte gefragt, etwa in Kalwang oder Hafning, wo die Feuerwehrleute ebenfalls wegen der Unwetter ausrücken mussten.

ANDREAS SCHÖBERL

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