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Zuletzt aktualisiert: 13.04.2012 um 20:16 UhrKommentare

Nun sind Bürger am Wort

Trofaiach oder Leoben? In St. Peter-Freienstein gibt es nach wie vor keine Entscheidung für Fusionsgespräche. Nun kommt eine Bürgerbefragung.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung in St. Peter-Freienstein sollte ein Grundsatzbeschluss gefasst werden, mit Leoben in Gespräche wegen einer möglichen Gemeindefusion einzutreten. Nach einer Unterbrechung der Sitzung entschied der Gemeinderat allerdings einhellig, den strittigen Punkt von der Tagesordnung zu nehmen.

Den Ausschlag dürften zwei Fakten gegeben haben: Die vorab offenkundige Uneinigkeit der Gemeinderäte, ob man sich nun eher nach Leoben oder Trofaiach orientieren soll; aber auch die Unterschriftenliste von Arnold Kozel und Andreas Jocher, die in sechs Tagen 556 Unterschriften von St. Peterern sammelten, die sich eher eine Orientierung nach Trofaiach wünschen.

Bürgerbefragung

"Damit sind wir bei 2020 Wahlberechtigten bei deutlich über zehn Prozent und nach dem Volksrechtegesetz müssen wir eine Bürgerbefragung durchführen", so Bürgermeisterin Anita Weinkogl. Zuerst habe sie vorgeschlagen, in den Grundsatzbeschluss zu schreiben, dass sie für Gespräche mit Leoben als auch mit Trofaiach ermächtigt wird. "Jetzt habe ich vorerst als Bürgermeisterin überhaupt keine Ermächtigung, mit irgendjemandem Gespräche zu führen", bedauert sie.

Nun gelte es, möglichst schnell alles für die Bürgerbefragung vorzubereiten: "Das bedeutet für die Gemeinde viel Arbeit, kostet aber auch eine Menge Geld. Auf jeden Fall brauchen wir mehr Zeit für unsere Entscheidung." Vor Juni sei es vom Procedere her nicht möglich, die Bürgerbefragung über die Rampe zu bekommen: "Dann sind die Sommerferien. Ich rechne mit einer Entscheidung im Gemeinderat frühestens im September." Sie selbst macht kein Hehl daraus, dass sie eine Orientierung nach Leoben bevorzuge: "Die Leute entscheiden in erster Linie aus emotionalen Gründen, man muss sich aber die Sachlage ansehen und schauen, dass wir für St. Peter das Beste herausholen", betont Weinkogl. Nun müsse Information geliefert und Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Kozel und Jocher meinen zur Entwicklung: "Für uns war die Unterschriftenaktion ein voller Erfolg. Man sieht, dass jeder Bürger mit dem nötigen Zusammenhalt einiges bewegen kann."

ANDREAS SCHÖBERL

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