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Zuletzt aktualisiert: 25.02.2012 um 21:19 UhrKommentare

Achtung! Geschlossene Gesellschaft

Bärnbach/Köflach überrollte Trofaiach 42:28, Leoben schlug Ferlach klar 30:22. Die HLA-Teams sind wieder einmal nicht zu biegen - steht das Aufstiegs-Play-off vor dem Ende?

Foto © GEPA

Das gefiel dem Köflacher Publikum: Die HSG Bärnbach/Köflach fertigte Bundesligist Trofaiach 42:28 (19:12) ab und steht im Aufstiegs-Play-off zur HLA nach drei Partien mit ebenso vielen Siegen da. Die HSG spielte unter Coach Andreas Albrecher über 60 Minuten druckvollen Tempohandball. Die Trofaiacher kämpften wacker, waren gegen den A-Ligisten aber chancenlos. Ein Schicksal, mit dem sich in den letzten Jahren viele Teams aus der zweiten Reihe abfinden mussten.

Kurzen Prozess mit einem Bundesligisten, nämlich Ferlach, machte auch Leoben. Der zweite steirische HLA-Verein schoss die Kärntner 30:22 (15:10) aus der Donawitzer Halle. "20 Minuten haben gereicht, um Ferlach in die Schranken zu weisen", sagt Leoben-Boss Claus Hödl.

Änderungen sind geplant

Seit Einführung dieses Play-offs - vier HLA-Teams und vier Bundesligisten - im Jahr 2005 haben es nur Schwaz, Leoben, Westwien und die HSG von der Bundesliga in das Oberhaus geschafft - eine maue Quote. "Es ist extrem zach, in die HLA zu kommen", sagt etwa HC-Kärnten-Coach Michael Pontasch, "es gibt nur zwei Möglichkeiten: Du gehst finanziell volles Risiko ein und kaufst Spieler oder du hast einen Lauf und extrem viel Glück."

Selbst der Verband ist mit der Situation nicht zu 100 Prozent zufrieden. "Die Frage ist, wie gestaltet man eine Liga?", sagt ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner, "es geht nicht nur um die Bundesligisten, die um den Aufstieg kämpfen. Die HLA-Klubs ringen um das öffentliche Interesse, weil sie im Play-off verschwinden."

Es gibt laut Hausleitner mehrere Ansätze, die Liga - inklusive Abstiegskampf - attraktiver zu machen: die HLA auf zwölf Teams aufstocken, fixe Ab- und Aufsteiger, zehn Teams mit vier Runden im Grunddurchgang oder ein Meister-Play-off mit acht Teams. Erste Gespräche über eine Änderung wird es schon am 11. März bei der HLA-Sitzung geben.

Auch seitens der Bundesliga gibt es einen konkreten Vorschlag. Bundesliga-Vizepräsident und Graz-Boss Michael Schweighofer. "So einen Modus wie bei uns ist gibt es auf der ganzen Welt nicht. Der Preis für den Titel in der Bundesliga muss der direkte Aufstieg sein. Der Zweite soll gegen den Neunten der HLA eine Relegation spielen."

GEORG MICHL

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