Ein Ideenfest, das Menschen verbindet
Freitagabend startete das Sozialfestival 2012 an der Steirischen Eisenstraße mit einer umfangreichen Präsentation erster geförderter Projekte - und einer Privatvorlesung zum Thema "Tu was".
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Jeder kann dazu beitragen, etwas zu tun. Dieser Satz stand als alles überspannende Aussage über dem Eröffnungsfest des Sozialfestivals 2012 an der Steirischen Eisenstraße. Das Communications Center Donawitz (CCD) der Voestalpine bot dafür Freitagabend die Bühne. Eineinhalb Tage lang stellten sich 40 Einzelpersonen und Gruppen einer Jury, um ihre Projektideen zum Themenbereich "Gutes Zusammenleben" zu präsentieren. 22 davon wurden von der Jury, der unter anderem Weltmeister Hannes Arch, Bezirkshauptmann Walter Kreutzwiesner, Voestalpine-Division Bahnsysteme-Vorstand Willibald Mautner sowie Vertreter der sechs österreichischen Privatstiftungen, die als "Sinnstifter" das Festival gemeinsam mit Clemens Sedmak ins Leben gerufen haben.
Menschlicher und wärmer
Herzblut und Engagement seien dabei klar spürbar gewesen, analysierte Mautner die Präsentationen. Und genau dadurch werde die Welt "menschlicher und wärmer". Diesen zugespielten Ball nahm auch gleich Sedmak auf. Theologe, Philosoph, Professor am Kings College in London und an der Universität Salzburg, der den Abend für ein unterhaltsames Privatissimum nutzte.
Er reduzierte den Grundgedanken des Sozialfestivals auf vier Punkte: die Selbstwirksamkeit, Ubuntu, BruttoNationalGlück und Wabi-Sabi (siehe Kasten). Andreas Koch, sein Kollege an der Universität Salzburg fügte noch hinzu, dass es auch für die Eisenstraßen-Region einen wissenschaftlich erarbeiteten Sozialatlas geben werde. Und darin werden auch die Projekte verankert sein, die für förderungswürdig befunden wurden. Insgesamt 63.000 Euro an Barmitteln wurden Freitagabend verteilt. "Die Sinnstifter wollen aber auch Sachleistungen initiieren. So werden es in dieser ersten Runde knapp 100.000 Euro sein, die in die Region fließen", freute sich Gerfried Tiffner vom Verein Steirische Eisenstraße.
Die strahlenden Gesichter der geförderten Projektinitiatoren sprachen Bände. Von gemeinsamen Turnen und Volkstanzen über die Überwindung sprachlicher Barrieren bis hin zu Ortstreffpunkten und dem Zusammenleben der Generationen reichten die Ideen. Auch diejenigen, die diesmal nicht zum Zug gekommen sind, sollten laut Sedmak den Mut nicht verlieren: "Sie werden bei der Weiterführung ihrer Ideen begleitet. Und es gibt ja noch zwei Einreichtermine. Zum Thema ,Gutes Arbeiten und Wirtschaften' bis 2. März und zum Thema ,Gute Armutsbekämpfung' bis 16. April."
Features
Kommentar
Geförderte Projekte
"Verschiedene Kulturen und Sprachen - ein Ziel"; Pestalozzi Hauptschule Leoben, Dagmar Rudelsdorfer, Karin Dirscher
"Sport verbindet"; Karl Karelly, Trofaiach
"Gesund und Glücklich"; Elternverein Hauptschule Eisenerz, Christine Harrer, Wolfgang Perndorfer, Anton Heißl
"Pimp my neighbourhood"; Jugendzentrum Fun House Trofaiach; Dominik Reitbauer und Jochen Sulzbacher
Generationenfest; Peter Rosegger Hauptschule Trofaiach; Sonja Kemperle, Michael Chachlikowski, Birgit Abl
Cafe International; Erika Augustin, Cornelia Praschag; Leoben
"Fotos und Geschichten - ein Jugendprojekt; Pfarrverband St. Michael, St. Stefan, Kraubath, Traboch, Traboch; Erich Fasswald
Konfliktmanagement - Umgang mit negativen Emotionen; Barbara Wiltschi, Leoben
Intensivierung und Förderung des Sprachpotenzials (in Deutsch) von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache; Volksschule Seegraben, Leoben; Elisabeth Strauch
Sich bewegen heißt Leben; Gabriela Cermenek, Leoben
Versöhnung der Kulturen; Volksschule Donawitz, Leoben Petra Keil, Claus Kastner
Generationenpark Radmer; Sabine Klapf und Markus Köppl, Radmer
Integratives Volkstanzen; Helga Zisler, Monika Schneeberger, Trofaiach
"Zumba-Schnupperwoche"; Corinna Berger, Kathrin Lichtscheid, Eisenerz
"Leben an der Eisenstraße"; Christine Brunnsteiner, Eisenerz
Naturlehrpfad Seegraben; Erich Landner, Leoben
Spiri Night; Dekanat Leoben; Borka Simunic, Gernot Schönlechner, Christiane Starman
"Geistesblitz mit Spaß und Witz"; Verein Hand in Hand; Leoben Bernadette und Jürgen Wieser
Hafning Erlebniswelten; Gemeindeamt Hafning; Christine Walenta
"Jung für Alt"; Verein Jugend- Kultur und Kommunikations-Center Eisenerz, Eisenerz; Kurt Grünsteidl
BergKlangRegionale & SozialErzbergland Helmut Stangl; Helmut und Thomas Stangl, Eisenerz Helmut und Thomas Stangl, Gernot Buggler
"Zukunftsgespräche an der Eisenstraße"; Radwerk 15, Leoben Cornelia Schuss, Jürgen Blematl, Thomas Leitner
Projekt-Infos: www.tu-was.at
Fotoserie
Vier Grundgedanken
Selbstwirksamkeit: Menschen sind überzeugt, etwas verändern zu können.
Ubuntu: bedeutet Menschlichkeit und wurde durch Bischof Desmond Tutu populär.
BruttonationalGlück: Aufeinander zugehen und miteinander Zeit verbringen macht glücklich.
Wabi-Sabi: freudige Erwartung, Schönheit im Unvollkommenen zu entdecken.









