Der Bundesliga-Auftakt steht bevor
Am Samstag beginnt die Saison in der Volleyball- Bundesliga. Die steirischen Teams geben zumindest quantitativ den Ton an. Die grüne Mark stellt drei Damen-Teams und drei Herren-Teams.

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Nur 13 Tage nach Ende der Heim-Europameisterschaft erfolgt an diesem Wochenende der Auftakt in die neue Bundesliga-Saison. Sowohl in der Neuner-Liga der Damen (Graz, Hartberg und Trofaiach/Eisenerz) als auch in der Zwölfer-Liga der Herren (Graz, Hartberg, Gleisdorf) stellt die Steiermark das Gros an Teams.
Sportlich sind die weiß-grünen (Amateur-)Mannschaften aber weit davon entfernt, die erste Geige zu spielen. "Mit den Herren-Profiteams wie Tirol, Aich/Dob und Amstetten, die vorwiegend auf Legionäre setzen, können wir uns nicht messen", sagt Hartberg-Manager Markus Gaugl. Dennoch: Nach der Ankündigung des einstigen Aushängeschilds Österreichs, den Wiener hotVolleys, auf Amateurbetrieb umzustellen, riecht man Lunte. "Dann muss Platz vier unser großes Ziel sein", sagen Gaugl und auch Graz-Obmann Andreas Artl unisono. Gleisdorf-Obmann Volker Brunschko bäckt kleinere Brötchen und träumt vom ersten Viertelfinaleinzug.
Was die steirischen Herren-Klubs auszeichnet, ist die hohe Anzahl an heimischen Spielern, mit dem der "österreichische Weg" gegangen wird. "Die Nachwuchsarbeit ist sehr gut. Das hat Lorenz Koraimann mit seiner EM-Teilnahme bewiesen", sagt Artl. Auch eine Auszeichnung für die 2004 ins Leben gerufene Volleyball-Akademie in Graz. Welch gute Nachwuchsarbeit dort und in der Steiermark geleistet wird, beweist ein Blick auf das U19-Burschen-Nationalteam, das - von Michael Horvath trainiert - heuer in der höchsten Spielklasse teilnehmen wird. Rund 75 Prozent des Kaders sind Steirer.
Profibetrieb im Fokus
Beim weiblichen Nachwuchs herrscht nicht so eine große Auswahl, weshalb verstärkt auf Legionärinnen zurückgegriffen werden muss. "Wir hoffen, dass die Beachvolleyball-Erfolge mit WM-Silber und EM-Gold von Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig einen starken Impuls bei den Mädchen bewirken", sagt Horvath.
Hoffnung, das vorherrschende Problem, nämlich die Infrastruktur bald in den Griff zu bekommen, gibt es zumindest aus Grazer Sicht. Im Frühjahr 2012 soll der Spatenstich für die neue Sporthalle auf dem Areal der HIB Liebenau erfolgen - endlich.









