Ärzteverbund als Service für Patienten
Kommenden Mittwoch fällt der Startschuss für den regionalen Ärzteverbund im Bezirk Leoben. Nach Leibnitz und Hartberg der dritte.

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Die Idee zum regionalen Ärzteverbund ist von der Ärztekammer ausgegangen. Bisher gibt es schon zwei Pilotprojekte in Leibnitz und Hartberg. Und zwar seit 2009. Diese laufen gut", erklärt Dieter Rauschenberger, Allgemeinmediziner in Leoben und Projektleiter.
Das vorrangige Ziel von styriamed.net, wie der Ärzteverbund heißt, ist ein verbesserter Patientenservice. "Wir wollen vor allem die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Allgemeinmedizinern, Fachärzten und den Krankenhäusern verbessern und diese schrittweise ausbauen", so Rauschenberger, der auch als Obmann von styriamed.net fungieren wird. Seine Stellvertreter sind Karin Frisch, ebenfalls praktische Ärztin, und Walter Fuhrmann, Facharzt für innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin.
Die Stärke des Ärzteverbunds soll vor allem auf einer schnelleren Kommunikationsebene liegen, die aufgrund der besseren Vernetzungen möglich wird. "Da geht es beispielsweise um elektronische Befundübermittlungen zwischen Ärzten und Krankenhäusern", erklärt Rauschenberger. So sei es bereits möglich, Röntgenbefunde und Bilder digital zu übertragen. Eine Erleichterung für Patienten liege auch darin, dass sie, wenn sie in Akutfällen einen schnellen Termin bei einem Arzt brauchen, diesen auch bekommen können. "Die Kollegen, die im Verbund sind, sind untereinander auch außerhalb der Ordinationszeiten zu erreichen, da es eine Hotline gibt", erklärt Rauschenberger. So sei es auch möglich, sehr schnell zu reagieren.
Hochwertig
"Wir möchten auch die Leistungsfähigkeit des extramuralen Bereichs festigen, damit sich die Krankenhäuser auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können", so Rauschenberger. Ärzte, die an diesem Netzwerk teilnehmen, bieten hochwertige und zugleich kostenbewusste medizinische Betreuung, die durch die Nutzung von Synergien möglich wird. So können etwa Doppeluntersuchungen vermieden und Öffnungszeiten koordiniert werden.
Gegenwärtig gehören dem Ärzteverbund etwa 40 niedergelassene Ärzte an. "In den Ballungszentren Leoben und Trofaiach sind mehr Ärzte dabei, in der Peripherie etwas weniger. Aber es ist jederzeit möglich, dem Verbund beizutreten", betont Rauschenberger.
Ein Aufnahmekriterium in den Ärzteverbund ist die Bereitschaft, sich an Fortbildungen zu beteiligen. Gerade die Fortbildung habe einen ganz besonders hohen Stellenwert und soll auch in den Ordinationen in Form der Diplome, die ausgehängt werden, sichtbar gemacht werden. In drei Jahren sollen 150 Stunden an anerkannten Fortbildungsmaßnahmen besucht werden. "Wir sind medizinisch am Puls der Zeit und immer am laufenden", betont Rauschenberger.
Zur Verbesserung der Kommunikation wurde bereits eine E-Mail-Adresse eingerichtet, um es Patienten zu erleichtern, Lob auszusprechen und Kritik zu üben sowie organisatorische Fragen zu stellen. Die Adresse lautet: styriamed.leoben@gmail.com. Rauschenberger unterstreicht die Meinung von Ärztekammerpräsident Wolfgang Routil, der meint: "Nicht neue Strukturen, sondern bessere Vernetzungen führen zum Ziel." Infos gibt es auch auf www.styriamed.net








