Licht uns Schatten im Handballbezirk
Ganz im Klaren ist er sich noch nicht darüber, wie er die vergangene Woche sehen soll. Und darum entscheidet sich Leoben-Coach Goran Vranjes für zwei Sichtweisen.

Foto © GEPAGoran Vanjes
"Ich leide noch immer, weil wir gegen Bregenz und Krems nicht gepunktet haben", sagt er. Er beeilt sich aber auch, nachzuschicken: "Ich bin sehr stolz. Was wir diese Woche geboten haben, war ein Hammer. Diese drei Topteams haben ein Bombenbudget, einen Riesenkader und Toptrainer. Und wir haben ein Mal gewonnen und zwei Mal voll mitgespielt." Für Vranjes ein gewaltiger Schritt nach vorne: "Die Topklubs haben uns analysiert und sich auf uns vorbereitet, als wären wir ebenbürtig."
Die Lehren, die der Leoben-Coach aus der extrem harten Woche gezogen hat, schauen so aus: Im konditionellen Bereich soll ein weiterer Aufbau folgen. Es dürfe nicht mehr vorkommen, dass bei harten Spielen die Formkurve nach 45 Minuten nach unten zeigt. Ebenso wenig dürfe man zukünftig hundertprozentige Chancen wie zuletzt gegen Krems vernebeln, wenn es eng wird. Vranjes: "Da müssen wir taktisch arbeiten und viel sprechen. Die jungen Spieler müssen sich mehr zutrauen, mit der Situation besser umgehen. Wir können plötzlich mit den Topklubs mithalten. Vielleicht ist beim einen oder anderen auch die Angst vorm Gewinnen dabei."
Keine Angst vor dem Gewinnen zeigten die Damen des ATV Trofaiach: Der 26:23-Erfolg gegen die Legionärstruppe von Admira Landhaus (fünf Slowakinnen) war der erste Bundesliga-Heimsieg des Vereins. Vor "vollem Haus und Volksfeststimmung", wie Neo-Trainer und Manager Jürgen Kurz berichtet: "Es war ein Traum. Ich habe 30 Sekunden vor Schluss ein Timeout genommen und gesagt: "Genießt das jetzt!'" Gefeiert wurde, bis der Morgen graute.
Schwer unter die Räder kamen hingegen Trofaiachs Herren: Sie gingen in St. Pölten mit 25:40 unter, obwohl sie bis zur 22. Minute noch 16:10 geführt hatten. In 38 Minuten kassierte man quasi ein 9:30. Da waren sowohl Kurz als auch Trainer Jürgen Radischnig ratlos. "Ich bin gespannt, wie die Antwort am Samstag gegen Kärnten ausfällt", meint Kurz.








