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Zuletzt aktualisiert: 07.06.2010 um 23:53 UhrKommentare

Torjubel zu Hause oder in Gaststätten

Fußballmatches, die öffentlich übertragen werden, wird es bei der WM im Bezirk Leoben nicht geben.

Foto © GEPA

Viele Fußballfans haben die Fußball-EM, die sie am Leobener Hauptplatz, in Trofaiach oder Eisenerz mit Gleichgesinnten vor einer Riesenleinwand erlebten, noch in bester Erinnerung. Eine Neuauflage dieses Public Viewing wird es bei der Fußballweltmeisterschaft aber nicht geben.

Anton Hirschmann, Leobens Citymanager, erklärt, dass im Unterschied zur EM die österreichische Fußballmannschaft bei der WM nicht dabei ist und daher der Lokalpatriotismus nicht zum Tragen käme. "Außerdem ist ein Public Viewing bei den Weltmeisterschaften gar nie Thema gewesen, weil es auch eine sehr kostenintensive Sache ist. So ein Screen kostet an die 70.000 bis 80.000 Euro, darunter bekommt man nichts. Es war auch die EM mit Risiko behaftet, aber glücklicherweise hat damals alles gepasst", so Hirschmann. Hinzu komme, dass der nördliche Teil des Hauptplatzes gleich nach dem Kartrennen am kommenden Wochenende wegen der Fernwärmebauarbeiten aufgegraben werde, was für ein Public Viewing nicht optimal wäre.

In Leoben werden vermutlich während der Fußball-WM in einigen Lokalen Bildschirme hängen, wie etwa auch im Arkadenhof bei Max Klarmann, der noch überlegt, einen großen Bildschirm in die Auslage des Pub o Cino zu stellen. Außerdem wird die Leobener Künstlerin Andrea Radinger den Arkadenhof zum Thema WM in Südafrika dekorieren. Klarmann vermutet, dass die Wettbüros in der Stadt Anlaufstelle für Fußballfans sein werden, da hier Videoleinwände hängen.

Auch in Trofaiach wird es von offizieller Seite kein "Freiluftfernsehen" geben, allerdings planen die Verantwortlichen des "Sportplatz 2000", der sich in der Nähe der Kehrbrücke befindet, eine Leinwand aufzustellen, wie Bernhard Afritsch erklärt. Des Weiteren wird es auch in Trofaiach in einigen Lokalen die Möglichkeit geben, ein Fußerlebnis in Gemeinschaft vor einem Großbildschirm zu genießen. "Wir von der Gemeinde machen in Eisenerz bei der WM kein Public Viewing", meint Petra Tilzer, zuständig für den Tourismus in der Erzstadt. Grund: Die hohen Kosten, die so ein Public Viewing mit sich bringt. "Allerdings weiß ich, dass einige Vereine und Wirte diesbezüglich etwas planen", so Tilzer.

Dass es heuer kein Public Viewing gibt, stößt bei Fans auf geteilte Meinung. "Mir ist das egal. Ich schau mir ohnehin nur die interessantesten Spiele an, und die möchte ich in Ruhe zu Hause mit meiner Frau sehen, die begeisterter Spanienfan ist", meint der 42-jährige Robert aus Leoben. Anders einige Jugendliche. "Das ist schade, denn bei der EM hat es uns voll getaugt, in einer großen Runde die Spiele zu verfolgen, weil die Stimmung eine ganz andere ist, wie zu Hause. Aber wir werden uns zusammenreden, und das eine oder andere Match in einem Lokal ansehen", so die drei Jugendlichen.

ANDREA WALENTA

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