Nahversorger in Konkurs
Während in Trofaiach-West die Geschäfte gut laufen, muss nun in Trofaiach-Nord der letzte Nahversorger seine Pforten dichtmachen.
Dienstag dieser Woche wurde der Konkurs über das Nah & Frisch-Geschäft in der Trofaiacher Reitingstraße eröffnet, von dem vier Teilzeitarbeitskräfte betroffen sind.
Der Masseverwalter, Rechtsanwalt Gerhard Strobich, erklärte gestern auf Anfrage der Kleinen Zeitung, dass er aus wirtschaftlicher Sicht keine Möglichkeit sehe, das Lebensmittelgeschäft weiter zu führen. "Die laufenden Umsätze reichen nicht aus, um die aliquoten Tageskosten abzudecken", erklärt Strobich. Es sei absolut nicht zu verantworten, das Geschäft weiter zu führen.
Nun gibt es einen Warenabverkauf und Strobich rechnet mit einer Schließung am Freitag nächster Woche. Es gebe zwar noch keinen Schließungsbeschluss, doch rechne er in den nächsten Tagen damit. Noch vor drei oder vier Jahren sei das Geschäft in der Reitingstraße ganz gut gelaufen, doch nun sei es vorbei, weil die Leute ihre Großeinkäufe woanders tätigen und nicht beim kleinen Nahversorger.
Das Nah & Frisch-Geschäft in der Reitingstraße ist der einzig noch verbliebene Nahversorger in Trofaiach-Nord. Im Gegensatz zu Trofaiach-West, wo sich einige große Supermärkte angesiedelt haben, und die Konsumenten die Möglichkeit haben, auf kleinem Raum ein großes Angebot zu vergleichen und auszuwählen.
Als "traurig" bezeichnet auch Bürgermeister Mario Abl die Schließung des Nahversorgers in der Reitingstraße. "Wir werden alles dransetzen, wieder einen Nahversorger zu finden. Das kann nur unser Ziel sein, gemeinsam mit Nah & Frisch. Denn hier ist unbedingt einer notwendig. Es wird dann aber auch wichtig sein, dass die Leute dort mehr einkaufen als nur einen Liter Milch. Es liegt auch an den Konsumenten, die Geschäfte zu beleben", so Bürgermeister Abl.








