Neue Ausgangslage für die Wahlen
Mehr Parteien, aber auch Bürgerlisten bringen für die Wahlen einige Unbekannte.

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In 14 von 19 Gemeinden des Bezirks Leoben hat die SPÖ bei der letzten Gemeinderatswahl die 50 Prozent-Latte übersprungen. In einigen Gemeinden gibt es satte SP-Mehrheiten, wie beispielsweise in den drei Städten Leoben, Trofaiach und Eisenerz. Die ÖVP stellt nur in vier Gemeinden die Bürgermeister. Die Ausgangslage hat sich für diese Wahl allerdings etwas geändert, da in einigen Gemeinden so viele Parteien und auch Bürgerlisten wie bisher noch nie antreten, und man gespannt sein darf, wer wem die Stimmen streitig machen wird und von wem sich Protestwähler am meisten angesprochen fühlen. Eine Kampfgemeinde ist St. Peter-Freienstein. Der Ort hat einen schwarzen Bürgermeister, der SPÖ fehlten 2005 nur wenige Stimmen. Auch in Gai wird es spannend, wo es einen VP-Bürgermeister gibt, es aber zu einer Abspaltung innerhalb der VP gekommen ist, wodurch SPÖ und Grüne Chancen wittern.
SPÖ BEZIRK LEOBEN
Gute Arbeit
Wir haben viele Gemeinden, in denen wir den Bürgermeister stellen, und ich gehe davon aus, dass die gute Arbeit bestätigt wird. In St. Peter-Freienstein haben uns 2005 nur etwas mehr als 70 Stimmen gefehlt, da werden wir uns besonders bemühen. In Gai haben wir einen neuen Spitzenkandidaten und Unstimmigkeiten bei der ÖVP. In Kammern gilt es den Bürgermeister zu verteidigen, den wir 2005 gewonnen haben. Da bin ich optimistisch. Unsicherheitsfaktor ist die Stärke der FPÖ und ob die KP ihr Ergebnis wiederholen kann.
ÖVP BEZIRK LEOBEN
Keine Furcht
Unser Ziel ist es, in Mautern zuzulegen, denn der SP-Bürgermeister gehört für den Elfenberg nicht belohnt. In Kammern wollen wir stärker werden, ein Bürgermeisterwechsel wird schwer möglich, aber verlorene VP-Gemeinden soll man nicht so schnell zurückholen, denn damit holt man sich nur Schulden. Knapp werden kann es in St. Peter, aber Christian Leinweber hätte es verdient, Bürgermeister zu bleiben, weil er den Verschuldungsgrad gesenkt hat. Ich bin guter Dinge, fürchten brauchen wir uns nicht.SPÖ EISENERZ
Kreativ sein
In Eisenerz haben wir einen sehr hohen Level, aber es wird nicht leicht werden, diesen zu halten. Man kann den Wählern nur versprechen, dass man das Beste aus den Rahmenbedingungen - hohe Kosten für Sozialhilfeverband und weniger Ertragsanteile - machen wird, aber man muss auch kreativ sein. Nur nach unten zu verwalten, wird den Bürgern auch zu wenig sein. Es muss uns gelingen, zu vermitteln, dass man mit den vorhandenen Mitteln Sinnvolles macht und sorgsam damit umgeht.
FPÖ BEZIRK LEOBEN
Stärker werden
Wir erwarten uns gegenüber 2005 eine Steigerung. Jetzt sind wir mit zwölf Mandataren im Bezirk vertreten, unser Ziel wären 20, unser Traum wären 25. Bei der letzten Gemeinderatswahl war der Bundestrend stark zu spüren, weil sie kurz nach der Abspaltung des BZÖ war. Wir treten in 16 von 19 Gemeinden an. Nur in Hieflau, Radmer und Wald am Schoberpass nicht. Es könnte sein, dass ein paar Stimmen zum BZÖ gehen, aber es wird nicht bedeutend sein. Unsere Themen sind Kontrolle, Sicherheit und Heimat.
GRÜNE BEZIRK LEOBEN
Mehr Kontrolle
Wir treten in Leoben, St. Michael, Trofaiach und Gai an. Der Erhalt des Mandats in Leoben wäre ein Erfolg, weil auch die Liste Walter Reiter antritt. St. Michael ist schwer einschätzbar. In Trofaiach wäre es möglich, dazu zu gewinnen, denn hier gibt es wieder ein junge grüne Szene. Für Gai hoffe ich, dass SPÖ und Grüne die Mehrheit bekommen, damit es zu einem Bürgermeisterwechsel kommt. Hier muss es wieder eine klare Linie für die Allgemeinheit geben. Kontrolle und Energiepolitik sind unsere Themen.
KPÖ BEZIRK LEOBEN
Guter Dinge
Die KP tritt in Eisenerz, St. Stefan, Leoben, St. Peter und Trofaiach an. In St. Stefan das erste Mal, in St. Peter haben wir bisher immer ein Mandat verpasst. In Eisenerz haben wir eine eigene Bezirksleitung mit Karl Fluch, der vermutlich seine zwei Mandate halten wird können. Ich bin guter Dinge, dass wir in den Gemeinden, wo wir schon drinnen sind, Erfolge haben werden, denn wir haben gute Arbeit geleistet, und es kommen immer mehr Leute zu uns, wo sie offene Türen für ihre Sorgen vorfinden.
BZÖ BEZIRK LEOBEN
Nicht streiten
Das BZÖ kandidiert in Leoben und Mautern. In Leoben sehen wir mit unserer Spitzenkandidatin Gerda Streitmaier gute Chancen. Wir erwarten uns aber in allen Gemeinden Stimmen von der FPÖ, denn unser Weg ist liberaler als jener der FPÖ. Wir wollen nicht streiten, sondern konstruktiv arbeiten. Die Schwerpunkte liegen bei uns auf sozialen Themen. Wir wollen in Punkto Arbeitslosigkeit Verbesserungsvorschläge einbringen. Die Probleme der kleinen Bürger sind uns wichtig, und wir wollen außerdem komplett regional bleiben.








