Suchaktion nach vermisstem Grazer geht weiter
Noch immer fehlt von dem vermissten Grazer jede Spur. Polizei und Bergrettung halten nach dem 66-Jährigem Ausschau. Der Bergrettung gelang es indes zwei Kletterer, die in Not geraten waren, zu retten.

Foto © Erwin Scheriau/SujetDie Suche nach dem vermissten Grazer wurde wieder auffgenommen
Ein Bergsteiger alarmierte Samstagabend die Einsatzkräfte, weil er befürchtet hatte, dass sein Kletterkollege auf der Dachsteinsüdwand von einer Mure mitgerissen worden sei. Die beiden Salzburger Christoph L. (36) und Christian F. (26) hatten zuvor den Dachsteingipfel erklommen. Allerdings viel zu spät, wie ein Beamter der Polizeiinspektion Ramsau betont: "Sie waren erst um 19 Uhr auf dem Gipfel und haben gegen 20 Uhr wieder die Seetaler Hütte erreicht. Da die letzte Seilbahn um 17.10 Uhr ins Tal fuhr, traten sie aber noch den Abstieg an." Was sich in der Dämmerung als fataler Fehler erweisen sollte, zumal die Bergsteiger mit der Huner-Scharte auch noch eine der schwierigsten und längsten Routen auswählten.
Besorgt Rettungskräfte alamiert
Mitten im Abstieg setzten Finsternis und starker Regen ein. Zuerst suchten die Salzburger zwar Unterschlupf unter einem Überhang, trennten sich dann aber und verloren sich aus den Augen. "Die abfließenden Wassermassen waren so laut, dass sie sich nicht mehr hören konnten. Da hat einer der beiden befürchtet, sein Kollege sei von einer Mure mitgerissen worden und hat uns alarmiert", so der Polizist.
Ohne Stirnlampe unterwegs
Sofort sind die Alpine Einsatzgruppe Schladming sowie der Bergrettungsdienst Ramsau ausgerückt um die beiden vermissten Salzburger zu finden, was gegen 0.30 Uhr auch gelang. "Als wir sie entdeckten, waren sie nur 50 bis 70 Meter voneinander entfernt. Weil sie keine Stirnlampen dabei hatten, konnten sie aber nichts sehen", schildert der Polizeibeamte. Die beiden Männer wurden unverletzt geborgen und zur nächsten Hütte gebracht.
Die Suche nach Dietmar P. (66) aus Graz, der am Freitag von einer Wanderung im Bereich der Vordernberger Mauer nicht zurückgekehrt war, wurde am Sonntag erneut ergebnislos abgebrochen.
Die Einsatzkräfte durchkämmten das ganze Wochenende ein Gebiet in der Nähe von Trofaiach (Bezirk Leoben) nach einem 66-jährigen Grazer. Der 66-jährige Grazer wollte am Freitag eine Wanderung zur 934 Meter hoch gelegenen Hirnalm südwestlich von Vordernberg und weiter in die Berge machen. Da er sich bis Freitag nicht bei seiner Familie zurückgemeldet hatte, wurde eine Suchaktion eingeleitet, an der Mitglieder der Alpinen Einsatzgruppe Leoben der Polizei sowie des Bergrettungsdienstes der Ortsstellen Vordernberg, Trofaiach, Eisenerz, Mautern und Leoben teilnahmen. Weiters wurden ein Hubschrauber der Flugeinsatzstelle Graz des Innenministeriums sowie Suchhunde eingesetzt. Die Suchaktion musste am Samstag wegen Schlechtwetters abgebrochen werden, am Sonntag wurde weitergesucht. Einziger Anhaltspunkt ist das nahe der Alm abgestellte Fahrzeug des Mannes.









