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    Zuletzt aktualisiert: 19.07.2009 um 19:34 UhrKommentare

    15 steirische Polizisten ermitteln in "Soko Ost"

    15 Steirer verstärken die "Soko Ost", nicht alle freiwillig. Die Zuteilung kam für sie überraschend, jetzt kämpfen viele mit der Trennung von ihren Familien - und mit der Orientierung.

    Foto © APA

    Bis Ende Juni ging Adolf Wilding noch von Niklasdorf aus auf Verbrecherjagd in die Obersteiermark. Jetzt sitzt der Kriminalbeamte für drei Monate an einem Schreibtisch in Wien und erstellt Dienstpläne für seine 200 Kollegen von der Sonderkommission Ost. Der 46-jährige Trofaiacher ist einer von 15 steirischen Polizisten, die der "Soko Ost" zugeteilt wurden.

    Denn richtig freiwillig, so hört man, wollten nur wenige Steirer und Kärntner ihre Kollegen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland unterstützen. Und dann kam der Marschbefehl auch sehr kurzfristig. "Ich hatte fünf Tage Vorlaufzeit", sagt Wilding. Wenigstens schaue man darauf, dass die Urlaubsplanung der Beamten nicht ganz über den Haufen geworfen werde. "Wer schon seinen Urlaub gebucht hatte, darf natürlich weg und kommt dann halt wieder zurück", so Wilding.

    Wildfremde Kollegen

    Der Außendienst ist anstrengend. Tag und Nacht, zwölf Stunden am Stück, bei Sonderlagen auch mehr, sind die Beamten unterwegs. Auswärtige Polizisten werden in dem Teams von rund zehn Beamten mit Ansässigen zusammengespannt, die Einsatzorte ändern sich ständig. Abwechslung soll für mehr Motivation sorgen. "Du sitzt mit einem wildfremden Kollegen im Auto, aber das ist kein Problem", erzählt Roland Frühwirth aus Klöch. Der 36-jährige Grenzpolizist ist einer von fünf Dokumenten-Spezialisten, die von der steirischen Polizei an die Soko abgestellt werden. "Wir werden an der Grenze in Nickelsdorf und Kittsee eingesetzt, aber auch in den Wiener U-Bahn-Stationen und den Autobahnraststätten", berichtet der Südoststeirer. Mit einem mobilen Kontrollgerät, einer Lupe und seiner jahrelangen Erfahrung spürt er die Fälschungen unter den Ausweisen heraus.

    Die Aufgabe ist kein Neuland für Frühwirth, das Einsatzgebiet schon. "Man muss sich komplett neu orientieren." Auch mit Navigationsgerät an Bord sei es nicht immer leicht, entlegene Polizeiinspektionen oder Wachzimmer sofort anzusteuern.

    Noch ist der 36-Jährige motiviert - "aber fragen S' mich in drei Monaten", schmunzelt er. Leicht fällt ihm der Einsatz dennoch nicht, denn zu Hause warten die Frau, ein sechs Jahre altes Kind und ein drei Monate altes Baby. Vor allem der Ehefrau habe es nicht gefallen, als sie neun Tage vor dem Start der Soko von der Zuweisung ihres Gatten erfahren habe. "Ich schaue, dass ich zumindest alle vier Tage daheim sein kann, auch wenn die Anreise etwas stressig ist." Ab nächster Woche darf er überhaupt zwei Wochen bei seinen Liebsten sein: Urlaub.

    Meistens aber übernachten die steirischen und Kärntner Polizisten in schmucklosen Bundesgebäuden und Polizeikasernen. Sommerferienlager im Soko-Land. Über den Sinn der ganzen Sonderkommission, die ja nur auf drei Monate beschränkt ist, machen sich freilich alle Gedanken. "Ich sehe das professionell und mache meinen Job. Kriminalität muss dort bekämpft werden, wo sie auftritt", sagt Frühwirth. Sein Kollege Adolf Wilding kann aber die Kritik nachvollziehen, wonach die eingesetzten Beamten jetzt anderswo abgehen.

    Der Erfolgsdruck liege ohnehin bei der Politik, die diese Soko ins Leben gerufen hat.

    WILFRIED ROMBOLD

    Soko-Bilanz

    Seit 1. Juli ist die "Soko Ost" im Burgenland, in Niederösterreich und Wien aktiv. In dieser Zeit wurden 9000 Personenkontrollen durchgeführt. Rund 60 Beamte sind täglich im Einsatz.

    Die Kontrollen führten zu 15 Anzeigen nach dem Strafgesetz. Zwei Täter (Benzindiebe) wurden auf frischer Tat ertappt.

    Außerdem gab es 28 Anzeigen nach dem Fremdengesetz.

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